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Hiwin Stehlager EF - EF12

Produktinformationen "Hiwin Stehlager EF - EF12"

Produktübersicht

Die Hiwin Stehlager der EF-Serie sind Lagereinheiten für die Abstützung von Kugelgewindetrieben und anderen rotierenden Wellen. Sie arbeiten als Loslager (Floating Bearing) und übernehmen die radiale Führung der Welle, während sie eine axiale Beweglichkeit zulassen. Dadurch können Längenänderungen der Spindel, etwa infolge thermischer Ausdehnung, aufgenommen werden, ohne dass Verspannungen im Antriebsstrang entstehen.

Die Kürzel der Baureihe folgen einem festen Schema: EF steht für External Flange (Außenflansch), die nachgestellte Zahl bezeichnet den nominalen Lagerbohrungsdurchmesser in Millimetern. Innerhalb der Kugelgewindetrieb-Systematik von Hiwin bilden die Loslager der Reihen AF, BF, EF, FF und LF das lose Wellenende ab, während die Festlager der Reihen AK, BK, EK, FK und LK das feste Ende übernehmen. Das EF-Loslager ist auf das entsprechende EK-Festlager abgestimmt.

Konstruktionsmerkmale und Funktionsweise

Das EF-Lager besteht aus einem quaderförmigen Gehäusekörper mit einem außenliegenden Flansch, über den die Einheit an einer ebenen Fläche verschraubt wird. Im Inneren sitzt ein Wälzlager, das die Welle radial führt.

Als Loslager nimmt das EF-Lager ausschließlich radiale Kräfte auf. Die axiale Fixierung und die Aufnahme der Vorschubkräfte erfolgen am gegenüberliegenden Festlager. Diese Arbeitsteilung ist charakteristisch für die Lagerung von Kugelgewindetrieben:

  • Festlager (feste Seite): nimmt axiale und radiale Kräfte auf und legt die Wellenposition fest. Es wird üblicherweise auf der Antriebsseite montiert.
  • Loslager (lose Seite): führt die Welle radial und lässt eine axiale Verschiebung zu. Es wird auf der dem Motor gegenüberliegenden Seite montiert.

Durch dieses Prinzip wird ein Verklemmen der Spindel vermieden, das bei einer beidseitig festen Lagerung durch Temperatureinflüsse oder Fertigungstoleranzen entstehen könnte.

Material und Oberflächenbehandlung

Die Gehäuse der EF-Lager werden aus Stahl gefertigt und sind auf eine dauerhafte Belastbarkeit ausgelegt. Für die Oberfläche des Gehäusekörpers sind bei Hiwin zwei Ausführungen üblich: eine Brünierung als Standardvariante sowie eine Vernickelung als auf Anfrage gefertigte Alternative. Beide Behandlungen erhöhen den Korrosionsschutz gegenüber blankem Stahl.

Die verbauten Wälzlager sind ab Werk gefettet und abgedichtet, was den Eintritt von Verunreinigungen begrenzt und die Reibung im Betrieb niedrig hält.

Anwendungsbereiche

EF-Stehlager kommen überall dort zum Einsatz, wo Wellen präzise und belastbar abgestützt werden müssen. Typische Einsatzfelder sind:

  • CNC-Maschinen und Werkzeugmaschinen
  • Automatisierungs- und Handhabungssysteme
  • Linearachsen mit Kugelgewindetrieben
  • Portal- und Tischanwendungen im Maschinen- und Anlagenbau

In diesen Anwendungen bilden EF-Loslager gemeinsam mit dem zugehörigen Festlager die Standardlösung für die Endabstützung der Antriebsspindel.

Technische Vorteile

  • Aufnahme von Längenänderungen: Die axiale Beweglichkeit der losen Seite gleicht thermische Ausdehnung der Spindel aus und beugt Verspannungen vor.
  • Präzise Führung: Die spielarme radiale Lagerung reduziert Vibrationen und trägt zu einer gleichmäßigen Bewegung bei.
  • Stabile Befestigung: Der außenliegende Flansch ermöglicht eine flächige, sichere Verschraubung.
  • Kompakte Bauform: Die abgestimmten Abmessungen erleichtern die Integration in bestehende Konstruktionen.
  • Abgestimmtes System: Die Höhe der Wellenachse ist auf das passende Festlager abgestimmt, sodass beide Enden fluchten.

Kompatibilität

Das EF-Loslager ist für den Einsatz zusammen mit dem EK-Festlager derselben Systematik vorgesehen. Die Wellenachshöhe beider Baureihen ist aufeinander abgestimmt, sodass sich eine fluchtende Lagerung ergibt.

Die Auswahl der passenden Ausführung richtet sich nach dem nominalen Wellendurchmesser des Kugelgewindetriebs. Das zu lagernde Wellenende muss dem entsprechenden Bearbeitungsprofil angepasst sein. Bei der Zusammenstellung ist außerdem auf eine übereinstimmende Genauigkeitsklasse von Lager und Kugelgewindetrieb zu achten, damit die Präzision des Antriebs nicht durch die Abstützung begrenzt wird.

Montage und Handhabung

Die Montage erfolgt über den Außenflansch mittels Schrauben auf einer ebenen Fläche. Für ein einwandfreies Ergebnis sind folgende Punkte zu beachten:

  • Die Montagefläche muss sauber und eben sein, um eine präzise Ausrichtung sicherzustellen.
  • Das Lager sollte spielfrei und exakt positioniert eingebaut werden.
  • Beim Einführen der Welle ist darauf zu achten, die Dichtlippe des Lagers nicht zu beschädigen.
  • Das Wälzlager sollte nicht zerlegt werden.

Eine ungenaue Ausrichtung kann zu erhöhtem Verschleiß, Laufgeräuschen und vorzeitigem Ausfall führen. Die sorgfältige Ausrichtung beider Lagerstellen zueinander ist daher ein wesentlicher Schritt der Montage.

Wartung und Lebensdauer

Die robuste Bauweise und die abgedichteten, vorgefetteten Wälzlager tragen zu einer langen Nutzungsdauer bei. Für einen dauerhaft zuverlässigen Betrieb empfiehlt sich eine regelmäßige Sichtprüfung. Anzeichen für einen erforderlichen Austausch sind:

  • ungewöhnliche Geräusche während des Betriebs
  • spürbares Spiel zwischen Welle und Lagergehäuse
  • erhöhte Reibung oder Widerstand bei der Wellenbewegung
  • eine nicht mehr leichtgängige Drehung der Welle

Werden solche Merkmale festgestellt, sollte das Lager ausgetauscht werden, um Folgeschäden an der Maschine zu vermeiden.

Weiterführende Informationen
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Häufig gestellte Fragen
» Wie kann ich feststellen, ob das Lager ersetzt werden muss?
Ein Lager sollte ersetzt werden, wenn ungewöhnliche Geräusche während des Betriebs auftreten, spürbares Spiel zwischen Welle und Lagergehäuse vorhanden ist oder die Welle sich nicht mehr leichtgängig drehen lässt. Auch erhöhte Reibung oder Widerstand bei der Wellenbewegung deutet auf einen Verschleiß hin. In solchen Fällen ist ein Austausch notwendig, um Folgeschäden zu vermeiden und die Funktion der Maschine sicherzustellen.

» Was sind die Hauptmerkmale des Hiwin Stehlagers EF?
Das Hiwin Stehlager EF zeichnet sich durch seine robuste Bauweise mit einem außenliegenden Flansch aus, der eine einfache und stabile Befestigung ermöglicht. Es ist präzise gefertigt, um eine hohe Führung und Belastbarkeit bei rotierenden Anwendungen sicherzustellen. Durch die kompakte Bauform lässt sich das Lager vielseitig in Maschinen integrieren. Zudem sind die Materialien so gewählt, dass sie eine lange Lebensdauer und Verschleißfestigkeit garantieren.

» In welchen Anwendungen wird das Hiwin Lager eingesetzt?
Das Hiwin Lager findet Anwendung in verschiedenen Bereichen, in denen präzise und belastbare Lagerlösungen erforderlich sind. Es wird häufig in CNC-Maschinen, Werkzeugmaschinen, Automatisierungssystemen und bei der Lagerung von Spindeln und anderen rotierenden Elementen eingesetzt. Durch seine hohe Präzision und Belastbarkeit ist es besonders für Anwendungen geeignet, bei denen hohe Anforderungen an die Lagertechnik gestellt werden.

» Wie beeinflusst das HIWIN Lager die Präzision von Maschinen?
Das Lager trägt maßgeblich zur Genauigkeit von Maschinen bei, indem es die rotierenden Teile sicher und spielfrei führt. Eine stabile Lagerung reduziert Vibrationen und minimiert unerwünschte Bewegungen, was besonders bei CNC-Maschinen und Werkzeugmaschinen wichtig ist. Dadurch können präzise Schnitte und Bearbeitungen durchgeführt werden, was die Qualität der gefertigten Teile deutlich verbessert.

» was bedeutet die Abkürzung "EF"?
Die Abkürzung "EF“ steht für External Flange, also Außenflansch. Das bedeutet, dass das Stehlager mit einem außenliegenden Flansch ausgestattet ist, der eine einfache und sichere Befestigung ermöglicht. Durch den Flansch lässt sich das Lager stabil an einer ebenen Fläche montieren. Diese Bauweise sorgt für eine präzise Führung und erhöhte Stabilität in der Anwendung.

» Wie unterscheidet sich das Stehlager EF von anderen Lagertypen wie EK?
Das Stehlager EF ist ein Loslager, das die Welle radial führt, aber axial beweglich lässt. Dadurch kann es Ausdehnungen oder Längenänderungen der Welle aufnehmen. Im Gegensatz dazu ist das Lager EK ein Festlager, das sowohl radial als auch axial fixiert und außerdem leichte Winkelbewegungen ausgleichen kann. Dadurch dient das EK-Lager zur festen Positionierung der Welle, während das Stehlager EF Bewegungen zulässt.

» Wie erfolgt die Montage des Lagers und was muss dabei beachtet werden?
Das Lager wird mit dem Außenflansch über Schrauben an einer ebenen Fläche befestigt. Wichtig ist, dass die Oberfläche sauber und eben ist, um eine präzise Ausrichtung und Fixierung zu gewährleisten. Außerdem sollte das Lager vorsichtig eingesetzt werden, um Beschädigungen zu vermeiden, und auf eine exakte Positionierung geachtet werden, damit es spielfrei läuft.

» Wie wichtig ist die präzise Ausrichtung beim Einbau des HIWIN Lagers?
Eine genaue Ausrichtung ist entscheidend für die optimale Funktion und Lebensdauer des Lagers. Fehlstellungen können zu erhöhtem Verschleiß, Geräuschen und vorzeitigem Ausfall führen. Daher sollten Montageflächen eben und sauber sein, und das Lager muss spielfrei und korrekt positioniert eingebaut werden.


Produktsicherheit:


HIWIN GmbH
Brücklesbünd 1
77654 Offenburg
Deutschland

Mail: info@hiwin.de
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