Energieketten
Energieketten, auch Schleppketten oder Kabelschleppketten genannt, führen Kabel, Leitungen und Schläuche an bewegten Maschinenteilen auf einer festen Bahn. Wir führen zwei Baureihen aus Nylon als Meterware mit Endstücken: die leichte, offene Kette in 10 Größen und die schwere, geschlossene Kette in 15 Größen. Welche wofür passt, steht unter der Artikelliste.
Die leichten, offenen Energieketten (Schleppketten) aus Nylon führen Kabel, Leitungen und Schläuche an bewegten Maschinenteilen und halten sie auf einer festgelegten Bahn. Geliefert wird als Meterware mit einem Meter Länge je Stück, die Endstücke…
Die schweren, geschlossenen Energieketten (Schleppketten) aus Nylon führen Kabel, Leitungen und Schläuche an bewegten Maschinenteilen und schützen sie dabei gegen die Umgebung. Geliefert wird als Meterware mit einem Meter Länge je Stück und vormontierten…
Offene oder geschlossene Energiekette?
Leicht und offen
Die Seitenwände der offenen Kette sind durchbrochen. So sehen Sie die Leitungen im Betrieb, Wärme kann entweichen, und die Kette wiegt weniger. Die Stege sind fest und lassen sich nicht aufklappen: Die Leitungen werden von der Stirnseite her eingezogen, nicht von oben eingelegt. Planen Sie deshalb gleich beim ersten Einziehen Reserve für spätere Leitungen ein. Die offene Kette ist für geringe bis mittlere Leitungsgewichte und eine saubere Umgebung gedacht, etwa an Portalanlagen und 3D-Druckern.
Schwer und geschlossen
Die geschlossene Kette umschließt die Leitungen ringsum und hält Späne, Staub, Kühlschmierstoff und Spritzwasser fern. Ihre Deckstege lassen sich mit einem Schraubendreher aushebeln. Die Leitungen werden also von oben eingelegt, abschnittsweise und auch im eingebauten Zustand. Sie trägt höhere Leitungsgewichte und ist die Energiekette für Werkzeugmaschinen und CNC-Fräsen, an denen Späne fliegen.
Größe und Biegeradius
Innenhöhe und Innenbreite richten sich nach dem Bündel aus Kabeln und Schläuchen, mit etwas Luft zur Innenwand. Als Faustregel sollten höchstens rund 60 % der Kettenhöhe belegt sein. Der Biegeradius sollte, ebenfalls als Faustregel, mindestens das 7,5- bis 10-fache des Außendurchmessers der dicksten Leitung betragen. Die Untergrenze ist der Mindestbiegeradius, den der Leitungshersteller zulässt. Die offene Kette gibt es mit den Biegeradien 15, 18 und 28 mm, die geschlossene mit 55, 75 und 125 mm. Alle Maße je Größe stehen in der Maßtabelle des Artikels.
Geliefert wird je Meter. Längere Strecken setzen Sie aus mehreren Stücken gleicher Baugröße und gleichen Biegeradius zusammen. Ein Ende kommt an das feststehende, das andere an das bewegte Maschinenteil.
Kabel für die Energiekette
In die Kette gehören hochflexible Leitungen, die ihr Hersteller für Schleppketten freigibt. Gewöhnliche Leitungen halten die ständige Biegung nicht lange aus. Legen Sie die Leitungen locker und unverdreht ein, schwere möglichst außen, und lassen Sie dicke nicht an dünnen scheuern. Mehr zu Aufbau und Auswahl steht im Ratgeber Energieketten aus Nylon.
Laut Hersteller sind beide Baureihen für -40 bis 160 °C, bis 5 m/s und rund 5 Millionen Bewegungen ausgelegt. Das sind Richtwerte.
Häufig gestellte Fragen
» Welche Kabel eignen sich für Energieketten?Hochflexible Leitungen, die ihr Hersteller ausdrücklich für Schleppketten freigibt. Sie sind für die ständige Biegung gebaut, gewöhnliche Leitungen brechen darin nach kurzer Zeit. Legen Sie die Leitungen locker und unverdreht ein, schwere möglichst außen, und lassen Sie dicke nicht an dünnen scheuern. Wo nötig, fassen Kabelbinder dünne Leitungen zu einem Bündel zusammen.
» Welche Innenhöhe und Innenbreite benötige ich?
Legen Sie die Leitungen nebeneinander und messen Sie Breite und Höhe des Bündels. Die Kette sollte innen deutlich größer sein: Als Faustregel sind höchstens rund 60 % der Innenhöhe belegt, und zur Seitenwand bleibt etwas Luft. So können sich die Leitungen im Bogen frei bewegen, und für später hinzukommende Leitungen ist noch Platz. Die Innenmaße jeder Größe stehen in der Maßtabelle des Artikels.
» Was ist der Biegeradius und warum ist er wichtig?
Der Biegeradius gibt an, wie eng die Kette im Umlenkbogen läuft. Ist er zu klein, werden die Leitungen bei jeder Bewegung zu stark gebogen und brechen früher. Als Faustregel sollte er mindestens das 7,5- bis 10-fache des Außendurchmessers der dicksten Leitung betragen, und nie weniger als den Mindestbiegeradius, den der Leitungshersteller angibt. Unsere offene Kette gibt es mit 15, 18 und 28 mm, die geschlossene mit 55, 75 und 125 mm.
» Kann ich die Energiekette kürzen?
Ja, das geht. Die Kette besteht aus einzelnen, gelenkig verbundenen Gliedern. Gekürzt wird an einem Gelenk zwischen zwei Gliedern, das Endstück kommt danach an das neue Ende. Brauchen Sie mehr als einen Meter, reihen Sie mehrere Stücke gleicher Baugröße und gleichen Biegeradius aneinander.