Antriebe
In unserer Kategorie Antriebe finden Sie hochwertige Komponenten für den präzisen und zuverlässigen Betrieb Ihrer CNC-Maschinen. Unser Sortiment umfasst Profilschienenführungen, Energieketten und Kugelumlaufspindeln von namhaften Herstellern.
Profilschienenführungen von Hiwin
Hiwin zählt weltweit zu den führenden Herstellern von Linearführungen. Die Profilschienenführungen zeichnen sich durch höchste Präzision, Steifigkeit und Langlebigkeit aus. Sie bestehen aus einer gehärteten Schiene und einem Führungswagen mit Kugelumlaufsystem. Dadurch werden Reibung minimiert und gleichzeitig hohe Traglasten ermöglicht. Hiwin-Führungen eignen sich ideal für Fräsmaschinen, 3D-Drucker, Lasercutter und Automatisierungsanlagen.
Energieketten
Energieketten schützen bewegliche Leitungen, Kabel und Schläuche vor mechanischer Beanspruchung, Abrieb und Verschleiß. Sie führen die Versorgungsleitungen sicher entlang der Maschinenachsen und sorgen für eine geordnete Kabelführung. In unserem Sortiment finden Sie Energieketten in verschiedenen Größen und Ausführungen für unterschiedliche Biegeradien und Belastungsanforderungen.
Kugelumlaufspindeln
Kugelumlaufspindeln wandeln Drehbewegungen in präzise Linearbewegungen um. Im Gegensatz zu herkömmlichen Trapezgewindespindeln arbeiten sie mit umlaufenden Kugeln zwischen Spindel und Mutter. Dies reduziert die Reibung erheblich und ermöglicht einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent. Kugelumlaufspindeln bieten minimales Spiel, hohe Positioniergenauigkeit und eignen sich besonders für Anwendungen mit häufigen Richtungswechseln.
Tipps für Profilschienenführungen
Untergrund sorgfältig vorbereiten: Die Montagefläche muss plan, sauber und gratfrei sein. Bereits kleine Unebenheiten übertragen sich auf die Führungsschiene und beeinträchtigen die Laufgenauigkeit. Bei gefrästen Auflageflächen empfiehlt sich ein abschließender Schlichtgang.
Schrauben in richtiger Reihenfolge anziehen: Beginnen Sie in der Mitte der Schiene und arbeiten Sie sich abwechselnd nach außen vor. Ziehen Sie zunächst alle Schrauben leicht an und erst im zweiten Durchgang mit dem endgültigen Drehmoment fest. So vermeiden Sie Verspannungen.
Parallelität prüfen: Bei zwei parallel montierten Schienen ist die exakte Ausrichtung entscheidend. Verwenden Sie eine Messuhr am Führungswagen und fahren Sie die gesamte Länge ab. Abweichungen führen zu erhöhtem Verschleiß und schwergängigem Lauf.
Regelmäßig schmieren: Führungswagen besitzen Schmiernippel oder Schmierbohrungen. Verwenden Sie ein geeignetes Linearführungsfett und schmieren Sie in regelmäßigen Abständen nach. Die Intervalle hängen von Laufleistung und Umgebungsbedingungen ab.
Vor Verschmutzung schützen: Späne, Schleifstaub und Kühlmittel sind die größten Feinde von Linearführungen. Montieren Sie Abdeckungen, Faltenbälge oder Abstreifer, um die Lebensdauer Ihrer Führungen deutlich zu verlängern.
Tipps für Energieketten
Füllgrad beachten: Befüllen Sie die Energiekette maximal zu 80 Prozent. Die Leitungen müssen sich im Inneren frei bewegen können. Zu eng gepackte Ketten führen zu erhöhtem Verschleiß und Kabelbrüchen.
Leitungen nach Typ trennen: Verwenden Sie die Trennstege der Energiekette, um unterschiedliche Leitungsarten voneinander zu separieren. Stromführende Kabel sollten getrennt von Signalleitungen verlegt werden, um elektromagnetische Störungen zu vermeiden.
Biegeradius einhalten: Der minimale Biegeradius der Energiekette muss größer sein als der kleinste zulässige Biegeradius aller enthaltenen Leitungen. Prüfen Sie die Herstellerangaben der verwendeten Kabel und wählen Sie die Kette entsprechend aus.
Zugentlastung vorsehen: Befestigen Sie die Leitungen an beiden Enden der Energiekette mit Zugentlastungen. So werden die Kräfte bei der Bewegung nicht auf die Anschlüsse übertragen und Kabelbrüche an den Einführungspunkten vermieden.
Freitragende oder gleitende Verlegung: Bei kurzen Verfahrwegen können Energieketten freitragend montiert werden. Bei längeren Wegen empfiehlt sich eine gleitende Verlegung in einer Führungsrinne, um ein Durchhängen oder seitliches Ausbrechen zu verhindern.
Kugellagerarten im Vergleich: Rillenkugellager und Schrägkugellager
In CNC-Anwendungen kommen hauptsächlich zwei Kugellagertypen zum Einsatz, die sich in ihrer Konstruktion und ihren Eigenschaften unterscheiden.
Rillenkugellager sind die am häufigsten verwendeten Wälzlager. Sie besitzen tiefe Laufrillen in Innen- und Außenring, in denen die Kugeln geführt werden. Rillenkugellager können radiale Kräfte und moderate axiale Kräfte in beide Richtungen aufnehmen. Sie sind wartungsarm, erreichen hohe Drehzahlen und eignen sich für die meisten Standardanwendungen wie Motorlagerungen oder frei drehende Wellen.
Schrägkugellager haben eine schräg angeordnete Druckrichtung, die einen definierten Winkel zur Lagerachse bildet. Dieser Druckwinkel ermöglicht die Aufnahme hoher axialer Kräfte in einer Richtung zusätzlich zu radialen Kräften. Schrägkugellager werden daher paarweise in O- oder X-Anordnung eingesetzt, um axiale Kräfte aus beiden Richtungen aufzunehmen. Sie bieten eine höhere Steifigkeit als Rillenkugellager und sind ideal für die Lagerung von Kugelumlaufspindeln geeignet, wo Präzision und Spielfreiheit gefordert sind.
| Eigenschaft | Rillenkugellager | Schrägkugellager |
|---|---|---|
| Radiale Belastbarkeit | Hoch | Hoch |
| Axiale Belastbarkeit | Moderat, beidseitig | Hoch, einseitig |
| Steifigkeit | Mittel | Hoch |
| Maximale Drehzahl | Sehr hoch | Hoch |
| Typische Anwendung | Motoren, Umlenkrollen | Spindellagerung, Werkzeugmaschinen |
| Einbau | Einzeln möglich | Paarweise erforderlich |