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Passungsrechner nach ISO 286
Mit unserem kostenlosen Passungsrechner (auch Toleranzrechner genannt) bestimmen Sie auf Basis der normativen Grundlagen schnell und zuverlässig die Toleranzen und Abmaße für mechanische Passungen nach ISO 286. Geben Sie für die Berechnung einfach das Nennmaß sowie die gewünschten Toleranzfelder für Bohrung und Welle ein – der Rechner liefert Ihnen nach dem Berechnen sofort alle relevanten Werte: oberes und unteres Abmaß, Grenzmaße (Höchstmaß und Mindestmaß), Toleranzmitte, die IT-Toleranz sowie die resultierende Passungsart.
Welche Passungsarten gibt es?
Im Maschinenbau unterscheidet man drei grundlegende Passungsarten, die das Zusammenspiel der Durchmesser von Bohrung und Welle beschreiben. Diese sind essenziell, wenn Sie Bauteile nach Zeichnung fertigen lassen:
- Spielpassung: Die Bohrung ist stets größer als die Welle. Zwischen beiden Bauteilen besteht immer ein Spiel, das eine freie Bewegung ermöglicht. Typische Anwendungen für solche Passungen sind Gleitlager, Führungen und drehbare Verbindungen. Gängige Paarungen sind H7/f6, H7/g6 oder H8/f7.
- Übergangspassung: Je nach Toleranzlage der tatsächlichen Istmaße innerhalb der Toleranz kann sowohl ein geringes Spiel als auch ein leichtes Übermaß entstehen. Diese Passungsart eignet sich für lagegenaue, aber noch demontierbare Verbindungen in der Fertigung. Häufig verwendete Paarungen sind H7/k6, H7/m6 oder H7/n6.
- Presspassung (Übermaßpassung): Die Welle ist stets größer als die Bohrung. Die Bauteile werden durch Einpressen oder thermisches Fügen kraftschlüssig verbunden. Presspassungen kommen bei dauerhaften, nicht lösbaren Verbindungen zum Einsatz, etwa bei Lagersitzen oder Zahnrädern auf Wellen. Typisch sind Paarungen wie H7/p6, H7/r6 oder H7/s6.
So funktioniert der Passungsrechner
Wählen Sie zunächst das Nennmaß der Verbindung in Millimetern. Bestimmen Sie anschließend über die Dropdown-Menüs das Toleranzfeld (Buchstabe) und die IT-Qualität (Stufe) als Toleranzklassen jeweils für Bohrung und Welle. Nach dem Klick auf „Berechnen“ erhalten Sie eine übersichtliche Darstellung Ihrer Berechnungen: Die Toleranztabelle zeigt alle Grenzabmaße und Grenzmaße numerisch, während das Toleranzfeld-Diagramm die Lage der Toleranzbereiche von Bohrung und Welle grafisch veranschaulicht. So erleichtern Sie sich die Auslegung, beispielsweise für Ihre CNC Frästeile.
Toleranzfelder und IT-Stufen nach ISO 286
Die Norm ISO 286 definiert ein System aus Grundabmaßen (Buchstaben A bis U für Bohrungen, a bis u für Wellen) und Grundtoleranzen (IT1 bis IT16). Der Buchstabe legt die Lage des Toleranzfeldes relativ zum Nennmaß fest, während der Toleranzgrad (die IT-Stufe) die Breite des Toleranzfeldes bestimmt. Niedrige Toleranzgrade wie IT5 oder IT6 stehen für enge Toleranzen, wie sie etwa in der Feinmechanik für anspruchsvolle Werkstoffe erforderlich sind. Höhere Stufen wie IT11 oder IT14 finden im allgemeinen Maschinenbau Anwendung, wo größere Fertigungstoleranzen für die Passungen akzeptabel sind.
Häufig verwendete Passungen im Maschinenbau
In der Praxis haben sich bestimmte Passungskombinationen als Standard etabliert. Die Paarung H7/g6 erzeugt eine leichte Spielpassung und wird häufig für Gleitlager und verschiebbare Führungen eingesetzt. H7/k6 ist eine klassische Übergangspassung, die für Zentrierungen und passgenaue Verbindungen an Gehäusen und Flanschen verwendet wird. Für feste Sitze, etwa bei Lagern auf Wellen, kommt häufig H7/p6 zum Einsatz. Die Wahl der richtigen Passung hängt von den konkreten Anforderungen an Montierbarkeit, Tragfähigkeit und Betriebsbedingungen ab.