Schwerer Nutenstein - Nut 8 M6, breit
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Produktinformationen "Schwerer Nutenstein - Nut 8 M6, breit"
Produktübersicht
Die schweren Nutensteine sind Verbindungselemente aus verzinktem Stahl für den Aufbau von Konstruktionen mit Aluminium-Nutprofilen. Sie werden in die Profilnut eingeschoben und stellen dort einen belastbaren Gewindepunkt bereit, an dem Bauteile, Platten, Anbauteile oder weitere Profile verschraubt werden können.
Die Produktfamilie deckt die gängigen Nutbreiten sowie ein breites Spektrum metrischer Gewindegrößen ab. Für einzelne Nutbreiten stehen zusätzlich breite und schmale Ausführungen zur Verfügung, sodass sowohl Profile mit großer Nutkammer als auch beengte Nutgeometrien bedient werden können. Die schwere Ausführung unterscheidet sich von federnden oder leichten Nutensteinen vor allem durch die massive Bauweise und die daraus resultierende höhere Belastbarkeit.
Konstruktionsmerkmale und Funktionsweise
Der Nutenstein besitzt einen T-förmigen Querschnitt: Ein schmalerer Steg entspricht der Nutöffnung, während der breitere Fuß hinter den Nutstegen des Profils liegt. Beim Anziehen der Schraube stützt sich der Nutenstein formschlüssig gegen die Innenseiten der Nutstege ab und überträgt die Zugkraft flächig in das Profil.
- Formschluss statt Klemmung: Die Kraftübertragung erfolgt über die Anlagefläche im Profil, nicht über eine Reibpaarung oder eine Feder.
- Durchgehendes Gewinde: Die große Bauhöhe ermöglicht ein langes Gewinde. Mehr Gewindegänge erhöhen Auszugsfestigkeit und Lastverteilung.
- Massiver Grundkörper: Der Vollmaterialaufbau verhindert ein Aufbiegen oder Verformen des Nutensteins unter Last.
- Freie Positionierbarkeit: Innerhalb der Nut lässt sich der Nutenstein stufenlos verschieben und bei gelöster Schraube jederzeit neu ausrichten.
Abgrenzung zu anderen Bauformen
Der schwere Nutenstein wird von der Stirnseite her in die Nut eingeschoben und ist nicht einschwenkbar. Er muss daher vor dem Schließen des Profilrahmens eingesetzt werden. Für nachträgliche Ergänzungen an bereits montierten Konstruktionen sind Hammermuttern oder Nutensteine mit Federsteg die passendere Wahl; diese bieten dafür eine geringere Belastbarkeit.
Material und Oberflächenbehandlung
Grundmaterial ist Stahl, der eine deutlich höhere Festigkeit als Aluminium- oder Kunststoffvarianten aufweist und damit hohe Anzugsmomente und Zugkräfte zulässt.
- Oberfläche: galvanisch verzinkt. Die Zinkschicht wird elektrolytisch aufgebracht und bildet eine gleichmäßige, maßhaltige Schicht, die die Gewinde- und Nutgeometrie nicht beeinträchtigt.
- Korrosionsschutz: Zink wirkt als kathodischer Schutz und schützt den Stahl auch an kleinen Beschädigungen der Schicht.
- Reibverhalten: Die verzinkte Oberfläche neigt im Gegensatz zu Edelstahlpaarungen nicht zum Kaltverschweißen, was ein wiederholtes Lösen und Anziehen erleichtert.
Für dauerhaft feuchte, chemisch belastete oder lebensmittelnahe Umgebungen sind Edelstahlvarianten aus dem Nutenstein-Sortiment die geeignetere Alternative.
Anwendungsbereiche
- Maschinen- und Anlagenbau: tragende Rahmen, Gestelle, Schutzeinhausungen und Traversen.
- Automatisierungstechnik: Aufnahmen für Antriebe, Sensorik, Linearachsen und Zuführtechnik.
- Vorrichtungs- und Prüfstandsbau: Anschläge, Spannmittel, Messaufnahmen mit hohen Anforderungen an Steifigkeit.
- Bewegte und verstellbare Baugruppen: Schlitten, Führungen und Anschläge, bei denen Vibrationen und häufiges Verstellen auftreten.
- Werkstatt- und Arbeitsplatzeinrichtung: Arbeitstische, Regalsysteme, Werkzeughalterungen.
- Messe- und Rahmenbau: modulare Konstruktionen, die mehrfach auf- und abgebaut werden.
Die Baureihe eignet sich überall dort, wo Verbindungspunkte dauerhaft Zug-, Druck- oder Vibrationsbelastungen aufnehmen müssen und eine reine Klemmverbindung nicht ausreicht.
Technische Vorteile
- Höhere Belastbarkeit als leichte Ausführungen: Massiver Stahlkörper, T-Form und langes Gewinde ermöglichen eine hohe Kraftübertragung in das Profil.
- Geringes Ausreißrisiko: Die große Auflagefläche verteilt die Last auf die Nutstege und reduziert lokale Flächenpressungen im Aluminium.
- Spielarme, vibrationssichere Verbindung: Der Formschluss in der Nut verhindert ein Wandern der Verbindung unter dynamischer Last.
- Definierte Schraubverbindung: Das tragfähige Gewinde erlaubt ein Anziehen mit kontrolliertem Drehmoment.
- Reversibel: Verbindungen können gelöst, verschoben und erneut hergestellt werden, ohne dass das Profil bearbeitet werden muss.
- Keine Profilbearbeitung nötig: Bohren, Gewindeschneiden oder Fräsen am Profil entfällt.
Kompatibilität
Die Nutensteine passen zu Aluminium-Nutprofilen mit entsprechender Nutöffnung, wie sie unter anderem in den verbreiteten Profilsystemen (z. B. Item- oder Bosch-kompatible Nutbilder) verwendet werden. Maßgeblich ist nicht der Profilhersteller, sondern die tatsächliche Nutgeometrie.
Auswahl der passenden Variante
- Nutbreite messen: Mit einem Messschieber den Abstand der beiden inneren Kanten an der offenen Seite der Nut aufnehmen. Der Messschieber muss dabei plan anliegen.
- Nutkammer prüfen: Bei knappen Platzverhältnissen im Profilinneren ist die schmale Ausführung zu wählen, bei ausreichend großer Nutkammer die breite.
- Gewindegröße festlegen: Die Gewindegröße richtet sich nach der verwendeten Schraube und der geforderten Tragfähigkeit.
- Technische Zeichnung abgleichen: Die Maßtabelle enthält alle relevanten Abmessungen und sollte vor der Bestellung mit dem Profilquerschnitt verglichen werden.
Ergänzend lassen sich die Nutensteine mit dem übrigen Sortiment an Profilverbindern, Winkeln, Abdeckkappen und Schrauben kombinieren. Für die Verschraubung eignen sich Innensechskantschrauben nach DIN 912 oder ISO 7380-2; Unterlegscheiben sind zu empfehlen, wenn weiche oder großflächige Bauteile verspannt werden.
Montage und Handhabung
- Auswahl: Nutenstein passend zu Nutbreite und Gewindegröße bestimmen.
- Einschieben: Den Nutenstein von der Stirnseite in die Profilnut einführen. Die T-Form erleichtert das Einfädeln, ohne dass Werkzeug erforderlich ist.
- Positionieren: Den Nutenstein an die vorgesehene Stelle schieben. Bei längeren Profilen empfiehlt es sich, alle benötigten Nutensteine gleichzeitig einzuschieben.
- Verschrauben: Das Bauteil auflegen und mit dem Gewinde des Nutensteins verschrauben. Beim Anziehen zieht sich der Fuß gegen die Nutstege.
- Korrigieren: Zum Verschieben genügt es, die Schraube zu lösen; ein Zerlegen der Konstruktion ist nicht nötig.
Das Anzugsdrehmoment ist an der Belastbarkeit des Aluminiumprofils auszurichten, nicht ausschließlich an der Schraubenfestigkeit. Zu hohe Momente können die Nutstege des Profils aufweiten. Bei tragenden Verbindungen sollte die Anzahl der Verbindungspunkte auf die zu erwartende Last ausgelegt werden.
Wartung und Lebensdauer
Die Nutensteine sind wartungsfrei. Im geschlossenen Profil sind sie weitgehend vor mechanischer Beschädigung und direkter Bewitterung geschützt.
- Kontrolle: Bei dynamisch belasteten oder vibrationsbeanspruchten Konstruktionen sollten die Verschraubungen im Rahmen der üblichen Anlagenwartung auf festen Sitz geprüft werden.
- Sicherungselemente: Bei starker Vibrationsbelastung sind Schraubensicherungen oder Sicherungsscheiben sinnvoll.
- Gewindepflege: Verschmutzte Gewinde vor dem erneuten Verschrauben reinigen, um korrekte Vorspannkräfte zu erreichen.
- Standzeit: Die galvanische Verzinkung schützt in trockenen Innenräumen dauerhaft. Bei Feuchtigkeit oder aggressiven Medien sind Edelstahlvarianten vorzuziehen.
- Wiederverwendbarkeit: Nutensteine sind wiederverwendbar, sofern Gewinde und Auflageflächen unbeschädigt sind. Ideal für mehrfach umgebaute Konstruktionen.
Weiterführende Informationen
Dieser Ratgeber informiert über die Unterschiede zwischen ISO 7380-2 und DIN 912 Innensechskantschrauben, ihre jeweiligen Vor- und Nachteile sowie die idealen Anwendungsbereiche.
Alles über Unterlegscheiben: Wann sie benötigt werden und ihre Bedeutung
Dieser Ratgeber erklärt, warum Unterlegscheiben in Verschraubungen benötigt werden, welche Funktionen sie erfüllen und welche verschiedenen Arten es gibt.
Verzinkte Schrauben vs. Edelstahlschrauben V2A
Dieser Guide erklärt die Unterschiede zwischen verzinkten Schrauben und Edelstahlschrauben V2A, ihre jeweiligen Vor- und Nachteile sowie die besten Einsatzbereiche. Zudem gibt es Tipps zur Vermeidung von Kaltverschweißen bei Edelstahlverbindungen.
Technische Daten
» Oberfläche: galvanisch verzinkt
Technische Zeichnungen / Daten
| N | B | H | h | b | L | M | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Nutenstein, schwer, Nut 10, M10 |
10 | 20 | 10.4 | 4 | 13 | 20 | M10 |
|
Nutenstein, schwer, Nut 10, M4 |
10 | 20 | 10.4 | 4 | 13 | 20 | M4 |
|
Nutenstein, schwer, Nut 10, M5 |
10 | 20 | 10.4 | 4 | 13 | 20 | M5 |
|
Nutenstein, schwer, Nut 10, M6 |
10 | 20 | 10.6 | 4 | 13 | 20 | M6 |
|
Nutenstein, schwer, Nut 10, M8 |
10 | 20 | 10.4 | 4 | 13 | 20 | M8 |
|
Nutenstein, schwer, Nut 8, M3, breit |
8 | 19.5 | 9.5 | 3 | 11.5 | 20 | M3 |
|
Nutenstein, schwer, schmal, Nut 8, M3 |
8 | 15.9 | 5.5 | 1.5 | 8 | 15 | M3 |
|
Nutenstein, schwer, Nut 8, M4, breit |
8 | 19.5 | 9.5 | 3 | 11.5 | 20 | M4 |
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Nutenstein, schwer, schmal, Nut 8, M4 |
8 | 15.9 | 5.5 | 1.5 | 8 | 15 | M4 |
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Nutenstein, schwer, Nut 8, M5, breit |
8 | 19.5 | 9.5 | 3 | 11.5 | 20 | M5 |
|
Nutenstein, schwer, schmal, Nut 8, M5 |
8 | 15.9 | 5.5 | 1.5 | 8 | 15 | M5 |
|
Nutenstein, schwer, Nut 8, M6, breit |
8 | 19.5 | 9.5 | 3 | 11.5 | 20 | M6 |
|
Nutenstein, schwer, schmal, Nut 8, M6 |
8 | 15.9 | 5.5 | 1.5 | 8 | 15 | M6 |
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Nutenstein, schwer, Nut 8, M8, breit |
8 | 17.9 | 8 | 2.3 | 12 | 18 | M8 |
|
Nutenstein, schwer, schmal, Nut 8, M8 |
8 | 15.9 | 5.5 | 1.5 | 8 | 15 | M8 |
Häufig gestellte Fragen
Um die Nutbreite des Profils korrekt zu messen, sollte am besten eine präzise Schieblehre verwendet werden. Messen Sie dabei die Breite der offenen Seite der Profilnut, also den Abstand zwischen den beiden inneren Kanten der Nut. Achten Sie darauf, dass die Schieblehre genau anliegt und nicht schräg gemessen wird, um ein exaktes Ergebnis zu erhalten. Die ermittelte Nutbreite ist entscheidend, damit der Winkel oder andere Verbindungselemente passgenau in die Nut eingeschoben werden können.
» Wie erkenne ich, welchen Nutenstein ich für mein Profil benötige?
Messen Sie zunächst die Nutöffnung Ihres Aluminiumprofils (5, 6, 8 oder 10 mm). Wählen Sie dann die passende Gewindegröße entsprechend Ihrer Schraube aus. Die technischen Zeichnungen in der Produktbeschreibung zeigen Ihnen alle Abmessungen und helfen bei der Auswahl.
» Welches Material und welche Oberflächenbehandlung haben die Nutensteine?
Die Nutensteine bestehen aus Stahl und sind galvanisch verzinkt. Diese Oberflächenbehandlung bietet einen guten Korrosionsschutz und sorgt für eine lange Lebensdauer der Komponenten.
» Was ist ein schwerer Nutenstein und wofür wird er verwendet?
Ein schwerer Nutenstein ist ein hochwertiges Verbindungselement aus massivem, verzinktem Stahl, das speziell für die Montage von Aluminiumprofilen verwendet wird. Er wird direkt in die Nut von Aluminiumprofilen eingeschoben und dient als belastbare Schraubverbindung – z. B. für das Befestigen von Bauteilen, Platten oder Zubehör an Profilrahmen. Die schwere Ausführung ist besonders für Anwendungen geeignet, bei denen hohe Zug-, Druck- oder Vibrationsbelastungen auftreten – etwa im Maschinenbau, in der Automatisierungstechnik oder im Vorrichtungsbau.
» Können schwere Nutensteine auch in Verbindung mit beweglichen Teilen eingesetzt werden?
Ja, ein schwerer Nutenstein eignet sich sehr gut für bewegliche oder verstellbare Konstruktionen wie Schlitten, Führungen oder Anschläge. Durch seine massive Bauweise und das durchgehende Gewinde hält er auch dynamischen Belastungen, häufigem Verstellen und Vibrationen stand. Die große Auflagefläche in der Nut sorgt für sicheren Halt ohne Spiel. Damit ist er ideal für präzise, langlebige Verbindungen in bewegten Anwendungen.
» Kann ein schwerer Nutenstein nachträglich eingesetzt werden?
Nein, ein schwerer Nutenstein muss vor der Endmontage des Profils eingeschoben werden, er ist nicht einschwenkbar. Für nachträgliche Einbauten eignen sich spezielle Varianten wie Hammermuttern oder Nutensteine mit Feder, welche wir ebenfalls in unserem Shop anbieten.
» Was sind die Unterschiede zwischen Hammermuttern und normalen Nutensteinen?
Hammermuttern unterscheiden sich von herkömmlichen Nutensteinen insbesondere durch ihre einzigartige Einschwenktechnik. Während herkömmliche Nutensteine oft nur in der offenen Profilnut montiert werden können, lassen sich Hammermuttern auch nachträglich in die bereits montierte Konstruktion einschwenken. Dies macht sie besonders praktisch bei nachträglichen Anpassungen oder Ergänzungen von Befestigungen. Durch die Sägezahnstruktur auf der Unterseite verankert sich die Hammermutter beim Anziehen der Schraube fest im Profil, wodurch ein zuverlässiger Halt gewährleistet wird.
» Welche Vorteile bietet die schwere Ausführung gegenüber Standard-Nutensteinen?
Im Vergleich zu leichten oder federnden Nutensteinen bietet die schwere Nutensteine eine deutlich höhere Belastbarkeit. Das Material (verzinkter Stahl), die T‑Form und das durchgehende Gewinde sorgen für optimale Kraftübertragung in das Profil. Dies verhindert ein Ausreißen oder Verformen bei starken Belastungen. Zudem ist der Nutenstein vibrationssicher und formschlüssig, was ihn ideal für dauerhafte, stabile Konstruktionen macht.
» Wie wird der schwere Nutenstein montiert?
Um eine stabile Verbindung mit einem Aluminiumprofil herzustellen, wählen Sie zunächst den passenden Nutenstein entsprechend der Nutbreite und Gewindegröße aus. Schieben Sie den Nutenstein seitlich in die Profilnut und bringen Sie ihn in die gewünschte Position. Anschließend können Sie das Bauteil oder Verbindungselement direkt einschrauben – das Gewinde greift sicher im Nutenstein und sorgt für eine feste Verbindung.
» Welche typischen Einsatzbereiche gibt es für diesen Nutenstein?
Der schwere Nutenstein eignet sich für eine Vielzahl industrieller und technischer Anwendungen, wie etwa im Maschinen- und Anlagenbau, in der Automatisierungstechnik sowie bei Prüf- und Montagestationen. Auch im Vorrichtungsbau und bei Konstruktionen mit hohen mechanischen Anforderungen kommt er häufig zum Einsatz. Dank seiner hohen Zugfestigkeit ist er besonders für tragende Strukturen und bewegliche Komponenten ideal geeignet.
Produktsicherheit:
Dr. Ing. Tobias Meisch
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