Lager
Hier finden Sie Lager für Kugelumlaufspindeln und andere Wellen im Maschinenbau: einbaufertige Festlager und Loslager von Hiwin als Stehlager oder Flanschlager, dazu NSK Rillenkugellager, NSK Schrägkugellager und Passscheiben zum Einstellen der Vorspannung. Welches Lager an welche Stelle gehört, steht unter der Artikelliste.
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Das Hiwin Festlager der EK-Serie ist ein einbaufertiges Festlager (Fixed Bearing) zur Lagerung von Kugelumlaufspindeln. Es fixiert das angetriebene Spindelende radial und in beiden axialen Richtungen und bildet damit den festen Bezugspunkt eines…
Das Hiwin Flanschlager der FK-Serie ist ein einbaufertiges Festlager (Fixed Bearing) zur Lagerung von Kugelumlaufspindeln. Es fixiert das angetriebene Spindelende radial und in beiden axialen Richtungen und bildet damit den festen Bezugspunkt…
Das Hiwin Stehlager der EF-Serie ist eine einbaufertige Loslagereinheit (Floating Bearing) für Kugelumlaufspindeln und andere rotierende Wellen. Es führt das freie Spindelende radial und lässt es axial beweglich: Längenänderungen der Spindel,…
Die NSK Rillenkugellager der 600x-Serie sind einreihige Wälzlager mit metrischen Abmessungen nach DIN/ISO-Standard. Sie gehören zu den am häufigsten eingesetzten Lagertypen und dienen der Führung rotierender Wellen bei überwiegend radialer, in begrenztem…
Die einreihigen NSK Schrägkugellager der Baureihe 7000AC sind Wälzlager für Lagerstellen, an denen radiale und axiale Kräfte gleichzeitig auftreten. Sie werden vom japanischen Wälzlagerhersteller NSK Ltd. gefertigt, einem seit Jahrzehnten etablierten…
Passscheiben nach DIN 988 aus V2A-Edelstahl (Werkstoff 1.4301, A2) sind dünne, plane Distanzringe. Sie legen fest, wo ein Bauteil auf der Welle sitzt, und nehmen das Spiel heraus, das zwischen Lager, Wellenschulter und Sicherungsring übrig bleibt. Geläufig…
Fest- und Loslager für Kugelumlaufspindeln
Eine Kugelumlaufspindel wird an beiden Enden gelagert. Am angetriebenen Ende sitzt das Festlager: Es hält die Spindel in beiden Richtungen fest und nimmt die Vorschubkräfte auf. Am anderen Ende sitzt das Loslager: Es führt die Spindel nur radial, damit sie sich bei Wärme ausdehnen kann, ohne den Antrieb zu verspannen. Je Welle gibt es genau ein Festlager.
Hiwin Festlager EK und Flanschlager FK
Beide sind einbaufertige Festlager mit vorgespanntem Schrägkugellager. Der Spindelzapfen wird mit einer Nutmutter gegen das Lager gespannt, dann läuft die Spindel ohne Umkehrspiel. Das EK sitzt in einem Gehäuseblock, der neben der Spindel auf der Grundplatte steht und von oben verschraubt wird. Das FK hat ein rundes Gehäuse mit Flansch und wird stirnseitig gegen eine Wand geschraubt, durch die die Spindel hindurchgeht. EK gibt es in den Größen 08 bis 20, FK in 12 bis 30.
Hiwin Stehlager EF
Das EF ist das passende Loslager zum EK, in derselben Blockbauform und den Größen 08 bis 20. Es enthält ein gedichtetes, gefettetes Wälzlager und trägt keine Axialkräfte.
Kugellager und Passscheiben
Die NSK Rillenkugellager 6000-2RS bis 6003-2RS (Bohrung 10 bis 17 mm) sind beidseitig gedichtet und tragen vor allem radiale Kräfte, etwa an Umlenkrollen, Riemenspannern oder als Loslager. Die NSK Schrägkugellager 7000AC bis 7008AC (Bohrung 10 bis 40 mm) nehmen axiale Kräfte in einer Richtung auf. Für Festlagerstellen werden sie paarweise eingebaut und gegeneinander vorgespannt. Die Vorspannung stellen Sie mit Passscheiben nach DIN 988 aus V2A ein, 0,1 mm dick: Eine Scheibe mehr gibt dem Lager Luft, eine weniger spannt es stärker vor.
Wie die X- und die O-Anordnung wirken und wie man die Vorspannung einstellt, erklärt der Ratgeber Schrägkugellager vs. normale Kugellager. Bohrungen, Tragzahlen und Drehzahlen jeder Größe stehen in der Maßtabelle des Artikels.
Häufig gestellte Fragen
» Was bedeuten die Bezeichnungen wie 608 oder 6200?Die Ziffern geben Baureihe und Bohrung an. Die ersten Ziffern stehen für die Baureihe, die letzten beiden für die Bohrung. Bei 00 bis 03 gilt eine feste Zuordnung: 00 sind 10 mm, 01 sind 12 mm, 02 sind 15 mm und 03 sind 17 mm. Ab 04 wird die Zahl mal 5 genommen, 7004 hat also 20 mm Bohrung. Bei kleinen Lagern wie 608 ist die letzte Ziffer direkt die Bohrung in Millimetern. Der Zusatz 2RS heißt beidseitig gedichtet, AC steht beim Schrägkugellager für den Druckwinkel von 25°.
» Kann ich Flanschlager auch horizontal montieren?
Ja, die Lage im Raum ist egal. Entscheidend ist die Anschlussfläche: Das Flanschlager FK wird stirnseitig gegen eine Fläche geschraubt, die senkrecht zur Spindel steht. Bei einer liegenden Spindel ist das eine senkrechte Wand oder Platte, bei einer stehenden Spindel eine waagrechte. Soll das Lager dagegen neben der Spindel auf der Grundplatte stehen, nehmen Sie die Blockbauform EK oder EF.
» Was ist besser für Kugelgewindespindeln – Stehlager oder Flanschlager?
Das hängt davon ab, wo das Lager befestigt wird. Steht es neben der Spindel auf der Grundplatte, nehmen Sie die Blockbauform: das Festlager EK und als Gegenstück das Stehlager EF. Geht die Spindel durch eine Wand oder Endplatte, passt das Flanschlager FK, das stirnseitig verschraubt wird. Wichtig ist in beiden Fällen, dass am Antrieb das Festlager sitzt und am anderen Ende das Loslager.
» Kann ich das Kugellager im Gehäuselager austauschen?
Die Hiwin-Lager EK, FK und EF kommen einbaufertig mit eingesetztem Lager. In EK und FK sitzt ein vorgespanntes Schrägkugellager. Wer es tauscht, muss die Vorspannung danach wieder richtig einstellen, sonst läuft die Spindel mit Spiel oder zu schwer. Bei Verschleiß ist die ganze Lagereinheit deshalb meist der sicherere Ersatz.
» Welches Lager benötige ich für meine Kugelgewindespindel?
Am angetriebenen Ende ein Festlager mit vorgespanntem Schrägkugellager, bei uns das Hiwin EK oder FK. Am freien Ende ein Loslager, etwa das Hiwin EF. Die Größe richtet sich nach dem Durchmesser des bearbeiteten Spindelzapfens, nicht nach dem Nenndurchmesser der Spindel. Vergleichen Sie dazu die Zapfenmaße Ihrer Spindel mit der Maßtabelle des Lagers.
» Was ist der Unterschied zwischen Z und RS Abdichtung?
Z-Lager haben Deckscheiben aus Metall, die berührungslos abdichten – sie bieten Staubschutz bei minimaler Reibung. RS-Lager haben Dichtscheiben aus Gummi, die am Innenring anliegen – sie schützen besser vor Feuchtigkeit und Schmutz, erzeugen aber etwas mehr Reibung.
» Sind die Kugellager abgedichtet?
Die NSK Rillenkugellager 6000-2RS bis 6003-2RS sind beidseitig mit Dichtscheiben abgedichtet und ab Werk gefettet. Die NSK Schrägkugellager 7000AC bis 7008AC sind offen, damit sie in der Anwendung mit Fett oder Öl geschmiert werden können. Im Hiwin Stehlager EF sitzt ein gedichtetes, gefettetes Lager.
» Wann brauche ich ein Festlager und wann ein Loslager?
Jede Welle benötigt genau ein Festlager zur axialen Fixierung. Alle weiteren Lagerstellen sollten als Loslager ausgeführt werden, um Wärmedehnungen auszugleichen.
» Wie viele Passscheiben benötige ich für die Vorspannung?
Das ergibt sich erst beim Einbau. Unsere Passscheiben nach DIN 988 sind 0,1 mm dick, ein Stapel wirkt wie ein Distanzstück in genau der gestapelten Höhe. Messen Sie das vorhandene Spiel, legen Sie so viele Scheiben unter, bis es verschwunden ist, und prüfen Sie dann, ob sich die Welle noch leicht dreht. Eine Scheibe mehr gibt dem Lager Luft, eine weniger spannt es stärker vor. Zu viel Vorspannung macht das Lager warm und verkürzt seine Lebensdauer.
» Wie wählt man das richtige Schrägkugellager aus?
Zuerst nach der Bohrung, also dem Wellendurchmesser: Unsere NSK 7000AC bis 7008AC decken 10 bis 40 mm ab. Dann nach Last und Drehzahl: Tragzahlen und zulässige Drehzahl jeder Größe stehen in der Maßtabelle. Ein Schrägkugellager trägt axial nur in eine Richtung, für eine Festlagerstelle bauen Sie deshalb zwei gleiche Lager als Paar ein und stellen die Vorspannung mit Passscheiben ein.