Resins
Resins sind flüssige Kunstharze für den hochpräzisen 3D-Druck mittels SLA-, DLP- oder LCD-Technologie. Im Gegensatz zum schichtweisen Filamentdruck härten Resins durch gezielte UV-Belichtung aus und ermöglichen dadurch eine deutlich höhere Detailauflösung sowie glattere Oberflächen. Die Ergebnisse überzeugen durch Präzision, die mit herkömmlichen FDM-Druckern nicht erreichbar ist.
In unserem Sortiment finden Sie hochwertige Resins für unterschiedliche Anforderungen und Anwendungsbereiche. Standard-Resins eignen sich ideal für detailreiche Modelle, Prototypen und Miniaturen, während Water Washable Resins die Nachbearbeitung erheblich vereinfachen, da sie mit Wasser statt Isopropanol gereinigt werden können. Für umweltbewusste Anwender bieten wir zudem biobasierte eResin-PLA Varianten, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden und eine geringere Umweltbelastung aufweisen.
Alle unsere Resins sind für eine Wellenlänge von 395–405 nm optimiert und damit mit den gängigen LCD- und DLP-3D-Druckern kompatibel. Die sorgfältige Auswahl unserer Hersteller garantiert gleichbleibende Qualität, präzise Druckergebnisse und zuverlässige mechanische Eigenschaften der ausgehärteten Bauteile.
Tipps für optimale Druckergebnisse mit Resins
Die korrekte Vorbereitung und Handhabung von Resins ist entscheidend für erfolgreiche Druckergebnisse. Schütteln Sie die Flasche vor jeder Verwendung gründlich, da sich Pigmente und Feststoffe während der Lagerung am Boden absetzen können. Eine gleichmäßige Konsistenz des Harzes verhindert Farbunterschiede und sorgt für reproduzierbare Druckqualität.
Die Umgebungstemperatur beeinflusst die Viskosität des Resins maßgeblich. Bei Temperaturen unter 20 °C wird das Harz zähflüssiger, was zu längeren Belichtungszeiten und möglichen Haftungsproblemen führen kann. Idealerweise sollte der Druckraum zwischen 20 und 25 °C temperiert sein. Einige Anwender nutzen beheizte Resin-Tanks oder Gehäuse-Heizungen, um konstante Bedingungen zu gewährleisten.
Nach dem Druck ist die korrekte Nachbearbeitung entscheidend für die endgültigen Materialeigenschaften. Reinigen Sie Ihre Drucke zunächst gründlich mit Isopropanol oder Wasser (bei Water Washable Resins), um nicht ausgehärtetes Harz zu entfernen. Anschließend sollten die Teile unter UV-Licht nachgehärtet werden, um die volle Festigkeit und Härte zu erreichen.
- Resin vor jedem Druck gut schütteln, um eine homogene Mischung zu gewährleisten
- FEP-Folie regelmäßig auf Kratzer und Beschädigungen prüfen
- Druckplattform vor jedem Druck reinigen und korrekt nivellieren
- Erste Schichten mit längerer Belichtungszeit für bessere Haftung
- Stützstrukturen strategisch platzieren, um Ablösungen zu vermeiden
- Ausgehärtete Drucke vor UV-Nachhärtung vollständig trocknen lassen
Sicherheitshinweise beim Umgang mit Resins
Beim Arbeiten mit Resins sind Schutzmaßnahmen unerlässlich, da ungehärtetes Harz Haut und Augen reizen kann. Tragen Sie stets Nitril-Handschuhe (keine Latex-Handschuhe, da Resin diese durchdringt) und eine Schutzbrille. Arbeiten Sie in gut belüfteten Räumen oder nutzen Sie eine Absauganlage, um die Dämpfe zu minimieren. Bei Hautkontakt waschen Sie die betroffene Stelle sofort gründlich mit Wasser und Seife. Entsorgen Sie ungehärtetes Resin niemals über den Abfluss, sondern härten Sie Reste unter UV-Licht aus und entsorgen Sie sie als Feststoff gemäß den örtlichen Vorschriften.
Lagerung von Resins
Bewahren Sie Resins stets lichtgeschützt, kühl und trocken auf. Die ideale Lagertemperatur liegt zwischen 15 und 25 °C. Direkte Sonneneinstrahlung oder UV-Licht führt zur vorzeitigen Aushärtung in der Flasche. Verschließen Sie angebrochene Flaschen immer sorgfältig und lagern Sie sie in der Originalverpackung. Bei korrekter Lagerung beträgt die Haltbarkeit in der Regel 6 bis 12 Monate. Nicht verbrauchtes Harz aus dem Druckertank kann gefiltert und wiederverwendet werden.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen SLA, DLP und LCD-Druck? Alle drei Verfahren nutzen UV-Licht zur Aushärtung von Resin. Bei SLA wird ein Laserstrahl punktweise über die Oberfläche geführt, während DLP einen Projektor verwendet, der ganze Schichten auf einmal belichtet. LCD-Drucker nutzen einen UV-LED-Hintergrund mit einem LCD-Display als Maske. DLP und LCD sind in der Regel schneller, da sie flächig belichten. Die Druckqualität ist bei allen Verfahren vergleichbar hoch.
Welches Resin eignet sich für Einsteiger? Für Einsteiger empfehlen wir Water Washable Resins, da sie die Nachbearbeitung erheblich vereinfachen. Die Reinigung erfolgt mit Wasser statt mit Isopropanol, was kostengünstiger und weniger geruchsintensiv ist. Alternativ sind Standard-Resins eine gute Wahl, da sie verzeihen kleinere Einstellungsfehler besser als Spezialharze.
Wie lange muss ich meine Drucke nachhärten? Die Nachhärtungszeit hängt von der Größe des Objekts, der UV-Lichtintensität und dem verwendeten Resin ab. Als Richtwert gelten 2 bis 10 Minuten unter einer UV-Lampe mit 405 nm Wellenlänge. Transparente Resins benötigen oft längere Zeiten. Achten Sie darauf, die Teile gleichmäßig von allen Seiten zu belichten, um eine vollständige Aushärtung zu erreichen.
Warum lösen sich meine Drucke von der Bauplatte? Haftungsprobleme können verschiedene Ursachen haben: eine zu kurze Belichtungszeit der ersten Schichten, eine verschmutzte oder nicht korrekt nivellierte Bauplatte, zu niedrige Raumtemperatur oder eine beschädigte FEP-Folie. Erhöhen Sie zunächst die Belichtungszeit der Basisschichten und stellen Sie sicher, dass die Plattform sauber und fettfrei ist.
Kann ich verschiedene Resin-Marken mischen? Vom Mischen unterschiedlicher Resins wird generell abgeraten, da die chemischen Zusammensetzungen variieren und unvorhersehbare Ergebnisse entstehen können. Wenn Sie Farben mischen möchten, verwenden Sie ausschließlich Resins desselben Herstellers und derselben Produktlinie.
Wie entsorge ich Resin-Reste richtig? Flüssiges Resin darf niemals in den Abfluss oder Hausmüll gelangen. Härten Sie überschüssiges Harz unter UV-Licht oder Sonnenlicht vollständig aus und entsorgen Sie es dann als Feststoff. Auch Reinigungsflüssigkeiten wie Isopropanol mit Resin-Resten müssen fachgerecht entsorgt werden. Informieren Sie sich bei Ihrer örtlichen Abfallentsorgung über die korrekten Entsorgungswege.
Welche Resin-Variante eignet sich für funktionale Bauteile? Für mechanisch beanspruchte Teile empfehlen sich spezielle Tough- oder Engineering-Resins mit erhöhter Schlagzähigkeit und Biegefestigkeit. Standard-Resins sind eher spröde und können bei Belastung brechen. Biobasierte eResin-PLA Varianten bieten eine gute Balance zwischen Festigkeit und Zähigkeit für mittlere Beanspruchungen.
Warum erscheinen meine Drucke milchig oder trüb? Trübe Oberflächen entstehen häufig durch zu lange Reinigung in Isopropanol oder Wasser, wodurch das Material aufquellen kann. Auch eine unvollständige UV-Nachhärtung kann zu diesem Effekt führen. Halten Sie die Reinigungszeiten kurz (30 Sekunden bis 2 Minuten) und lassen Sie die Teile vor der Nachhärtung vollständig trocknen.
Sind Resin-Drucke UV-beständig? Die meisten Standard-Resins sind nicht für dauerhafte UV-Belastung ausgelegt und können bei längerer Sonneneinstrahlung vergilben oder spröde werden. Für Outdoor-Anwendungen oder Objekte mit Sonnenkontakt sollten Sie spezielle UV-beständige Resins verwenden oder die fertigen Teile mit UV-Schutzlack behandeln.