Schrauben
Schrauben und Muttern für den Maschinenbau und für Aluprofile: Zylinderschrauben nach DIN 912 und DIN 6912, Linsenkopfschrauben nach ISO 7380, gewindefurchende Schrauben, Hammerkopfschrauben für die Profilnut und Gewindestifte. Dazu kommen Sechskantmuttern, selbstsichernde Muttern, Unterlegscheiben, Ringschrauben, Ringmuttern und Gewindeeinsätze für Kunststoffteile. Der größte Teil ist aus Edelstahl V2A, einige Bauformen gibt es verzinkt.
Die Flachrundkopfschrauben nach ISO 7380-1, auch als Linsenkopfschrauben bezeichnet, sind metrische Verbindungsschrauben mit flachem, halbrundem Kopf und Innensechskant-Antrieb. Die Norm ISO 7380-1 legt die geometrischen und mechanischen Eigenschaften…
Die Gewindeeinsätze aus Messing dienen dazu, belastbare metrische Gewinde in Kunststoffbauteile einzubringen. Sie kommen vorwiegend in 3D-gedruckten Teilen zum Einsatz, eignen sich aber grundsätzlich für thermoplastische Werkstoffe. Der Einsatz wird…
Gewindefurchende Schrauben nach DIN 7500 (ISO 7085) Form ME formen ihr metrisches Gewinde beim Eindrehen selbst. Sie haben einen Senkkopf, der bündig mit der Oberfläche abschließt, und einen sternförmigen Antrieb, genormt als Innensechsrund. Es gibt…
Gewindestifte, oft auch Madenschrauben genannt, haben keinen Kopf: Das Gewinde reicht über die ganze Länge, angetrieben wird über einen Innensechskant in der Stirnseite. So verschwindet der Stift vollständig im Gewinde und steht nicht über. Diese Ausführung…
Die Hammerkopfschrauben aus verzinktem Stahl sind spezialisierte Verbindungselemente für Aluminiumprofile mit 8 mm und 10 mm Nutöffnungen. Diese Schrauben ermöglichen eine flexible Montage von Aluminiumprofil-Konstruktionen durch ihre besondere…
Diese Linsenkopfschraube nach ISO 7380-2 hat einen flachen, gewölbten Kopf mit angeformtem Flansch und einen Innensechskant. Sie ist aus Edelstahl V2A (A2, Werkstoff 1.4301) in der Festigkeitsklasse 70. Sie wählen die Schraube nach Gewinde und Länge;…
Die verzinkte Ringmutter aus Stahl schafft einen Befestigungspunkt dort, wo schon ein Gewinde ist: Sie wird auf eine Schraube, einen Gewindebolzen oder eine Gewindestange geschraubt, und ihr geschlossenes Auge nimmt Haken, Karabiner, Seile oder Spanngurte…
Die Ringmutter aus Edelstahl V2A, auch Ösenmutter oder Augenmutter genannt, schafft einen Befestigungspunkt dort, wo schon ein Gewinde ist: Sie wird auf eine Schraube, einen Gewindebolzen oder eine Gewindestange geschraubt, und ihr geschlossenes Auge…
Die Ringschraube nach DIN 580 (ISO 3266) ist ein Anschlagpunkt mit angeformter Öse und metrischem Außengewinde, im Handel auch Ringöse, Ösenschraube oder Augenschraube genannt. Sie wird in ein Gewinde des Bauteils eingedreht, etwa an Motoren, Getrieben…
Die Ringschraube – je nach Region auch Ringöse, Ösenschraube, Augenschraube oder Schrauböse genannt – ist eine geschlossene Öse mit angeformtem metrischem Außengewinde. Sie schaffen damit einen festen Einhängepunkt für Seile, Ketten, Haken, Karabiner…
Sechskantmuttern nach DIN 934 bzw. ISO 4032 sind Standard-Befestigungselemente mit metrischem Innengewinde und dienen zum Kontern und Sichern von Schrauben, Bolzen und Gewindestangen. Die Ausführung in Edelstahl V2A (Werkstoffnummer 1.4301, AISI 304)…
Die Sechskantmutter DIN 982 selbstsichernd V2A ist ein selbstsicherndes Befestigungselement mit metrischem Innengewinde. Sie gehört zur Gruppe der Sicherungsmuttern in hoher Form und ist mit einem nichtmetallischen Klemmteil aus Polyamid ausgestattet.…
Die Unterlegscheiben nach DIN 125 (ISO 7089) aus V2A Edelstahl (A2, Werkstoff 1.4301) gehören zu den meistverwendeten Standardelementen der Verbindungstechnik. Als flache Scheibe ohne Fase (Form A) wird sie zwischen Schraubenkopf oder Mutter und Bauteil…
Die Zylinderschraube mit Innensechskant nach DIN 6912 ist die flache Schwester der DIN 912: derselbe zylindrische Kopf, derselbe Kopfdurchmesser — nur eine deutlich geringere Kopfhöhe, rund ein Drittel weniger bei gleichem Gewinde. Dazu kommt…
Die Zylinderschraube mit Innensechskant nach DIN 912 (heute ISO 4762) ist die Standardschraube des Maschinenbaus. Ihr zylindrischer Kopf mit Innensechskant-Antrieb überträgt hohe Anzugsmomente auf kleinem Raum und lässt sich auch dort ansetzen,…
Welche Schraube wofür?
Zylinderschrauben DIN 912 und DIN 6912
Die Zylinderschraube mit Innensechskant, oft Inbusschraube oder Innensechskantschraube genannt, ist die Standardschraube im Maschinenbau und an Aluprofilen. Unsere DIN 912 ist aus Edelstahl A2-70. Die DIN 6912 hat einen niedrigeren Kopf und einen kleineren Innensechskant. Sie passt dort, wo wenig Bauhöhe bleibt, lässt sich aber nicht so fest anziehen wie die DIN 912.
Linsenkopfschrauben ISO 7380
Linsenkopfschrauben bauen flacher als Zylinderschrauben und sehen an sichtbaren Stellen ruhiger aus. Die ISO 7380-2 aus Edelstahl A2-70 hat einen Flansch, der die Unterlegscheibe ersetzt. Die ISO 7380-1 ohne Flansch führen wir verzinkt in der Festigkeitsklasse 10.9.
Gewindefurchende Schrauben DIN 7500
Gewindefurchende Schrauben formen ihr Gegengewinde beim Eindrehen selbst, ohne Späne. Unsere Form ME mit Senkkopf und Innensechsrund (Torx) ist verzinkt. An Aluprofilen wird sie in die Kernbohrung an der Stirnseite gedreht, zum Beispiel für einen Würfelverbinder.
Hammerkopfschrauben
Hammerkopfschrauben setzen Sie von oben in die Nut eines Aluprofils und drehen sie um 90 Grad, dann greift der Kopf hinter die Nut. So lässt sich nachträglich etwas anbauen, ohne das Profil zu zerlegen. Es gibt sie verzinkt für Nut 8 und Nut 10. Welche Nut sie genau treffen, steht beim Artikel.
Gewindestifte
Gewindestifte, auch Madenschrauben genannt, haben keinen Kopf und verschwinden ganz im Gewinde. Sie klemmen zum Beispiel eine Nabe auf einer Welle. Unsere Gewindestifte DIN 913 mit Kegelkuppe sind aus Edelstahl V2A.
Muttern, Scheiben, Ringschrauben und Gewindeeinsätze
Sechskantmuttern nach DIN 934, selbstsichernde Muttern nach DIN 982 mit Klemmring aus Polyamid und Unterlegscheiben nach DIN 125 gibt es aus Edelstahl V2A. Die selbstsichernde Mutter hält auch dort, wo eine Verbindung vibriert.
Ringschrauben und Ringmuttern, auch Ösenschraube und Augenmutter genannt, gibt es verzinkt und aus Edelstahl. Nicht jede Ausführung ist zum Heben gedacht: Ob und mit welcher Last sie belastet werden darf, steht beim jeweiligen Artikel.
Gewindeeinsätze aus Messing, oft Einschmelzgewinde genannt, setzen Sie mit Wärme oder Ultraschall in Teile aus Thermoplast, etwa in 3D-Druckteile. So bekommt das Teil ein Metallgewinde, das häufiges Schrauben verträgt. Wie das geht, zeigt der Ratgeber Einschmelzmuttern im 3D-Druck.
Edelstahl V2A oder verzinkt?
Unsere Zylinder- und Linsenkopfschrauben aus Edelstahl sind A2-70: Nach ISO 3506-1 haben sie mindestens 700 N/mm² Zugfestigkeit und 450 N/mm² Dehngrenze. Das ist weniger als bei einer Stahlschraube der Klasse 8.8, deshalb gelten deren Anzugsmomente für sie nicht. Dafür rostet V2A nicht und braucht keine Beschichtung. Manche V2A-Schraube ist leicht magnetisch. Das kommt von der Kaltumformung beim Herstellen und ist kein Mangel.
Edelstahlschrauben am Aluprofil sind im Maschinenbau üblich und unkritisch, denn der kleinen Schraube steht eine große Aluminiumfläche gegenüber. Heikel wird es erst bei dauerhafter Nässe zusammen mit Salz. Verzinkte Schrauben sind dort die schlechtere Wahl, weil die Zinkschicht mit der Zeit aufgebraucht wird. Mehr dazu im Ratgeber Verzinkte Schrauben oder Edelstahl V2A.
Weiterlesen: ISO 7380-2 und DIN 912 im Vergleich und wann Sie eine Unterlegscheibe brauchen.
Häufig gestellte Fragen
» Welche Schrauben eignen sich für die Verbindung von Aluminiumprofilen mit Nutensteinen?Meist nimmt man Zylinderschrauben mit Innensechskant nach DIN 912. Soll der Kopf flacher und unauffälliger sein, passt die Linsenkopfschraube ISO 7380-2, deren Flansch die Unterlegscheibe ersetzt. Bei sehr wenig Bauhöhe hilft die DIN 6912 mit niedrigem Kopf, sie lässt sich aber nicht so fest anziehen. Wählen Sie die Länge so, dass die Schraube den Nutenstein ganz durchgreift, aber nicht auf dem Nutgrund aufsitzt, sonst klemmt sie nicht. Ohne Nutenstein geht es mit einer Hammerkopfschraube, die direkt in die Nut gesetzt wird.
» Was ist der Unterschied zwischen verzinkten Schrauben und Edelstahl V2A?
Verzinkte Schrauben sind aus Stahl mit einer dünnen Zinkschicht als Rostschutz und passen gut in trockene Innenräume. Edelstahl V2A (1.4301) rostet auch ohne Beschichtung und eignet sich für Feuchte und den Außenbereich. Unsere Zylinder- und Linsenkopfschrauben aus V2A sind A2-70 mit mindestens 700 N/mm² Zugfestigkeit, also weniger fest als eine Stahlschraube der Klasse 8.8, deren Anzugsmomente deshalb nicht gelten. Ist eine V2A-Schraube leicht magnetisch, kommt das von der Kaltumformung und ist kein Mangel. Am Aluprofil sind Edelstahlschrauben unkritisch, heikel ist nur dauerhafte Nässe mit Salz. Ausführlich erklärt das unser Ratgeber „Verzinkte Schrauben oder Edelstahl V2A“.
» Brauche ich bei Linsenkopfschrauben eine Unterlegscheibe?
Bei Linsenkopfschrauben mit Flansch (ISO 7380-2) ist keine Unterlegscheibe erforderlich, da der Flansch bereits als integrierte Auflagefläche dient. Bei Schrauben ohne Flansch (ISO 7380-1) kann eine Unterlegscheibe sinnvoll sein, um die Auflagefläche zu vergrößern und empfindliche Oberflächen zu schonen.
» Wie setze ich Gewindeeinsätze in 3D-Druckteile ein?
Am einfachsten mit einem Lötkolben und passender Spitze, alternativ mit Ultraschall. Als Richtwert liegt die Temperatur etwa 10 bis 20 °C über der Drucktemperatur des Kunststoffs. Setzen Sie den Einsatz gerade auf die Bohrung und lassen Sie ihn mit leichtem Druck einsinken, bis er bündig sitzt. Den Lochdurchmesser nennt die Maßtabelle des Gewindeeinsatzes, ebenfalls als Richtwert, am besten an einem Probestück testen. Schritt für Schritt zeigt es der Ratgeber „Einschmelzmuttern im 3D-Druck“.
» Wann benötige ich gewindefurchende Schrauben?
Immer dann, wenn kein Gewinde geschnitten werden soll: Die gewindefurchende Schraube nach DIN 7500 formt ihr Gegengewinde beim Eindrehen selbst, ohne Späne. Nötig ist nur ein vorgebohrtes Loch. An Aluprofilen wird sie in die Kernbohrung an der Stirnseite gedreht, zum Beispiel um einen Würfelverbinder zu befestigen. Unsere Form ME hat einen Senkkopf mit Innensechsrund (Torx).
» Was bedeutet die Festigkeitsklasse 10.9 bei Schrauben?
Die erste Zahl mal 100 ergibt die Nennzugfestigkeit, bei 10.9 also 1000 N/mm². Die zweite Zahl gibt das Verhältnis von Streckgrenze zu Zugfestigkeit an, hier 0,9, also 900 N/mm². In dieser Kategorie hat die verzinkte Linsenkopfschraube ISO 7380-1 diese Klasse. Edelstahlschrauben werden anders bezeichnet: A2-70 steht für Edelstahl A2 mit mindestens 700 N/mm² Zugfestigkeit und 450 N/mm² Dehngrenze.