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Hiwin Festlager EK - EK10

Produktinformationen "Hiwin Festlager EK - EK10"

Produktübersicht

Das Hiwin Festlager der EK-Serie ist ein einbaufertiges Festlager (Fixed Bearing) zur Lagerung von Kugelumlaufspindeln. Es fixiert das angetriebene Spindelende radial und in beiden axialen Richtungen und bildet damit den festen Bezugspunkt eines Kugelgewindetriebs. Das Lager sitzt in einem quaderförmigen Gehäuseblock, der neben der Spindel auf einer Grundplatte oder dem Maschinenbett steht und von oben verschraubt wird — quer zur Spindelachse.

Zusammen mit einem Loslager am gegenüberliegenden Spindelende entsteht eine vollständige Fest-Los-Lagerung. Das Festlager nimmt die Vorschubkräfte auf und bestimmt die Position der Spindel, das Loslager gleicht Längenänderungen der Welle aus — etwa durch Erwärmung im Dauerbetrieb.

Konstruktionsmerkmale und Funktionsweise

Im Inneren arbeitet die EK-Serie mit einem vorgespannten Schrägkugellager. Dessen schräg verlaufende Druckwinkel-Laufbahnen nehmen radiale und axiale Kräfte gleichzeitig auf und erlauben eine spielfreie Einstellung — die Voraussetzung für Positioniergenauigkeit ohne Umkehrspiel im Antrieb. Üblich ist ein Druckwinkel von 60°, der die axiale Steifigkeit gegenüber einem gewöhnlichen Rillenkugellager deutlich erhöht. Die Angaben sind Richtwerte der Baureihe und keine zugesicherten Eigenschaften; Angaben ohne Gewähr.

Der Spindelzapfen wird durch das Lager geführt und mit einer Nutmutter auf dem Gewindeansatz verspannt. Über die Nutmutter wird das Lager gegen den Absatz des Zapfens gezogen und damit spielfrei gesetzt. Die Zahl in der Typbezeichnung nennt den Durchmesser des Spindelzapfens, für den die Baugröße ausgelegt ist — welche Größen wir führen, steht in der Auswahl.

Lieferumfang

Geliefert wird die einbaufertige Lagereinheit aus Gehäuse und vorgespanntem Lager. Die Nutmutter für den Gewindeansatz des Spindelzapfens ist dabei — sie muss nicht getrennt beschafft werden.

Welche Baugröße passt zu welcher Spindel?

Maßgeblich ist nicht der Durchmesser der Spindel, sondern der abgesetzte Zapfen an ihrem Festlagerende — und genau diesen Zapfendurchmesser nennt die Zahl in der Typbezeichnung. Weil der Zapfen am Loslagerende bei vielen Spindeln eine Stufe kleiner ausgeführt ist, tragen Fest- und Loslager derselben Achse meist nicht dieselbe Größenzahl.

Welche Spindel aus unserem Sortiment zu welcher Baugröße gehört, steht weiter unten auf dieser Seite unter „Kompatible Produkte". Bei einer Spindel aus fremder Fertigung entscheidet das gemessene Zapfenmaß, nicht die Typbezeichnung der Spindel.

EK oder FK — welche Bauform?

Beide Serien sind Festlager mit derselben Aufgabe. Die Wahl hängt daran, wie die Maschine an dieser Stelle gebaut ist:

  • EK (Blockbauform) — wenn das Lager auf einer Grundplatte oder einem Maschinenbett neben der Spindel steht. Verschraubt wird von oben, quer zur Spindelachse. Die Höhe der Wellenachse ist auf das Loslager der EF-Serie abgestimmt, sodass beide Spindelenden fluchten.
  • FK (Flanschbauform) — wenn die Spindel durch eine Stirnplatte, ein Endschild oder eine Portalwange geführt wird. Der Flansch liegt flach auf dieser Fläche auf, verschraubt wird parallel zur Spindelachse. Die FK-Serie deckt zudem die größeren Spindeldurchmesser ab.

Anwendungsbereiche

  • CNC-Fräs-, Dreh- und Bearbeitungsmaschinen
  • Portal- und Lineareinheiten mit Kugelgewindetrieb
  • Werkzeug- und Sondermaschinenbau
  • Automatisierungs- und Handhabungstechnik
  • Eigenbau, Umbau und Retrofit im Bereich CNC-Technik

Technische Vorteile

  • Hohe axiale Steifigkeit: Das vorgespannte Schrägkugellager überträgt Vorschubkräfte ohne Umkehrspiel und verbessert so die Wiederholgenauigkeit.
  • Aufnahme kombinierter Lasten: Radial- und Axialkräfte werden von derselben Lagerstelle getragen.
  • Anbau von oben: Der Block braucht nur eine ebene Fläche neben der Spindel — eine stirnseitige Anschlussfläche wie beim Flanschlager muss die Konstruktion nicht hergeben.
  • Einbaufertige Einheit: Gehäuse und Lager sind aufeinander abgestimmt, das Auslegen und Einpassen einzelner Wälzlager entfällt.

Montage und Handhabung

Die Auflagefläche muss eben und sauber sein; Fest- und Loslager werden zueinander ausgerichtet, damit die Spindel zwischen beiden Lagerstellen fluchtet. Eine schief stehende Fläche oder ein Versatz zwischen den Lagern verspannt das Lager und kostet Lebensdauer. Der Spindelzapfen wird ohne Schläge eingeführt; Montagekräfte gehören auf den Lagerinnenring, nicht über die Wälzkörper geleitet. Die Nutmutter wird gleichmäßig angezogen und gegen Lösen gesichert. Nach der Montage sollte sich die Spindel von Hand leichtgängig und ohne fühlbares Axialspiel drehen lassen.

Wartung und Lebensdauer

Eine sachgerechte Schmierung und eine regelmäßige Sichtkontrolle erhalten die Genauigkeit über die Standzeit. Ein Austausch ist angeraten, wenn eines der folgenden Anzeichen auftritt:

  • ungewöhnliche Laufgeräusche im Betrieb
  • fühlbares Axialspiel zwischen Spindel und Gehäuse
  • zunehmende Reibung oder schwergängiger Lauf
  • Umkehrspiel an der Achse, das sich über die Steuerung nicht mehr wegkompensieren lässt
Weiterführende Informationen
Schrägkugellager vs. Normale Kugellager – Vor- und Nachteile, X- und O-Anordnung, sowie Vorspannung mit Passscheiben
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Kompatible Produkte
Häufig gestellte Fragen
» Wie unterscheidet sich das Stehlager EF von anderen Lagertypen wie EK?
Das Stehlager EF ist ein Loslager, das die Welle radial führt, aber axial beweglich lässt. Dadurch kann es Ausdehnungen oder Längenänderungen der Welle aufnehmen. Im Gegensatz dazu ist das Lager EK ein Festlager, das sowohl radial als auch axial fixiert und außerdem leichte Winkelbewegungen ausgleichen kann. Dadurch dient das EK-Lager zur festen Positionierung der Welle, während das Stehlager EF Bewegungen zulässt.

» In welchen Anwendungen wird das Hiwin Lager eingesetzt?
Das Hiwin Lager findet Anwendung in verschiedenen Bereichen, in denen präzise und belastbare Lagerlösungen erforderlich sind. Es wird häufig in CNC-Maschinen, Werkzeugmaschinen, Automatisierungssystemen und bei der Lagerung von Spindeln und anderen rotierenden Elementen eingesetzt. Durch seine hohe Präzision und Belastbarkeit ist es besonders für Anwendungen geeignet, bei denen hohe Anforderungen an die Lagertechnik gestellt werden.

» Wie kann ich feststellen, ob das Lager ersetzt werden muss?
Ein Lager sollte ersetzt werden, wenn ungewöhnliche Geräusche während des Betriebs auftreten, spürbares Spiel zwischen Welle und Lagergehäuse vorhanden ist oder die Welle sich nicht mehr leichtgängig drehen lässt. Auch erhöhte Reibung oder Widerstand bei der Wellenbewegung deutet auf einen Verschleiß hin. In solchen Fällen ist ein Austausch notwendig, um Folgeschäden zu vermeiden und die Funktion der Maschine sicherzustellen.

» was bedeutet die Abkürzung "EK"?
Die Abkürzung "EK“ steht bei Festlagern für "Einbau-Kragen“. Das bedeutet, dass das Lager einen Kragen (eine kleine Erhöhung oder Absatz) besitzt, der für die Montage und axiale Fixierung innerhalb einer Lageraufnahme sorgt. Dieser Kragen erleichtert die genaue Positionierung des Lagers und verhindert ein Verrutschen in axialer Richtung. Die Bauform mit Einbau-Kragen wird häufig verwendet, wenn das Lager in eine Bohrung oder ein Gehäuse eingebaut wird, das eine seitliche Führung benötigt.

» Wie erfolgt die Montage des Lagers und was muss dabei beachtet werden?
Das Lager wird mit dem Außenflansch über Schrauben an einer ebenen Fläche befestigt. Wichtig ist, dass die Oberfläche sauber und eben ist, um eine präzise Ausrichtung und Fixierung zu gewährleisten. Außerdem sollte das Lager vorsichtig eingesetzt werden, um Beschädigungen zu vermeiden, und auf eine exakte Positionierung geachtet werden, damit es spielfrei läuft.

» Wie beeinflusst das HIWIN Lager die Präzision von Maschinen?
Das Lager trägt maßgeblich zur Genauigkeit von Maschinen bei, indem es die rotierenden Teile sicher und spielfrei führt. Eine stabile Lagerung reduziert Vibrationen und minimiert unerwünschte Bewegungen, was besonders bei CNC-Maschinen und Werkzeugmaschinen wichtig ist. Dadurch können präzise Schnitte und Bearbeitungen durchgeführt werden, was die Qualität der gefertigten Teile deutlich verbessert.

» Wie wichtig ist die präzise Ausrichtung beim Einbau des HIWIN Lagers?
Eine genaue Ausrichtung ist entscheidend für die optimale Funktion und Lebensdauer des Lagers. Fehlstellungen können zu erhöhtem Verschleiß, Geräuschen und vorzeitigem Ausfall führen. Daher sollten Montageflächen eben und sauber sein, und das Lager muss spielfrei und korrekt positioniert eingebaut werden.

» Was sind die Hauptmerkmale des Hiwin Festlagers EK?
Das Hiwin Stehlager EK ist ein hochwertiges, einbaufertiges Festlager für Kugelumlaufspindeln, das hohe axiale und radiale Kräfte aufnehmen kann. Es sorgt für präzise lineare Bewegungen, zeichnet sich durch hohe Steifigkeit und Tragfähigkeit aus und eignet sich ideal für CNC-Maschinen, Werkzeugmaschinen und andere automatisierte Systeme. Die vorkonfektionierte Einheit ermöglicht eine einfache Montage und eine flexible Integration in bestehende Anlagen. Dank der robusten Bauweise gewährleistet das Stehlager EK eine langlebige, zuverlässige und stabile Spindelunterstützung.


Produktsicherheit:


HIWIN GmbH
Brücklesbünd 1
77654 Offenburg
Deutschland

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