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Zylinderschraube Innensechskant DIN6912 V2A - M5x8, 100 St.

Produktinformationen "Zylinderschraube Innensechskant DIN6912 V2A - M5x8, 100 St."

Produktübersicht

Die Zylinderschraube mit Innensechskant nach DIN 6912 ist die flache Schwester der DIN 912: derselbe zylindrische Kopf, derselbe Kopfdurchmesser — nur eine deutlich geringere Kopfhöhe, rund ein Drittel weniger bei gleichem Gewinde. Dazu kommt das namensgebende Merkmal der Norm, die Schlüsselführung: eine zentrische Bohrung im Grund des Innensechskants, die den Schlüssel im flachen Antrieb hält. Wir führen die Schraube aus Edelstahl V2A (A2, Werkstoff 1.4301 / AISI 304). Welche Größe und Packungsmenge lieferbar ist, steht in der Auswahl.

Der niedrige Kopf — Nutzen und Grenzen

Diese Schraube ist für Bauräume gedacht, in denen ein Zylinderkopf nach DIN 912 aufträgt: unter Abdeckungen und Blenden, neben bewegten Teilen, die sonst am Kopf streifen, und überall dort, wo eine Senkung nach DIN 974 nicht tief genug werden kann, weil das Bauteil zu dünn ist. Der Kopfdurchmesser bleibt dabei der der DIN 912 — die Auflagefläche unter dem Kopf geht also nicht verloren, nur die Bauhöhe.

Der flache Kopf ist dabei ein Tausch und kein reiner Gewinn — der wichtigste Punkt bei der Auswahl:

  • Kleinerer Antrieb: Der Innensechskant ist eine Schlüsselweite kleiner als bei einer DIN 912 mit demselben Gewinde. Ein kleinerer Antrieb überträgt weniger Moment und rundet schneller aus.
  • Niedrigeres Anzugsmoment: Die Momente einer DIN 912 derselben Größe dürfen nicht übernommen werden. Wer sie aufbringt, verliert in aller Regel zuerst den Innensechskant — und eine Schraube mit ausgerundetem Antrieb bekommt man nur noch zerstörend heraus.
  • Kein Kugelkopf zum Anziehen: Ein Kugelkopfschlüssel greift nur auf einem Teil der Flanke. Im flachen Antrieb dieser Bauform ist das der schnellste Weg zum ausgerundeten Sechskant. Zum Ansetzen ist er in Ordnung, zum Anziehen nicht.

Genau dagegen arbeitet die Schlüsselführung: Sie hält den Schlüssel zentrisch, so dass er im flachen Sechskant nicht verkippt. Ein gewöhnlicher Innensechskantschlüssel passt trotzdem.

Werkstoff und Festigkeit

V2A ist die gängige Bezeichnung für den austenitischen Chrom-Nickel-Stahl 1.4301; in der Schraubennorm heißt er A2. Seine Korrosionsbeständigkeit stammt aus einer hauchdünnen Passivschicht, die sich an Luft von selbst neu bildet, wenn die Oberfläche verletzt wurde.

  • Festigkeitsklasse A2-70: Wir liefern die Schrauben in der Klasse A2-70. Die Zahl steht nach ISO 3506-1 für eine Mindestzugfestigkeit von 700 N/mm², die 0,2-%-Dehngrenze liegt bei mindestens 450 N/mm². Eine Edelstahlschraube erreicht damit nicht die Streckgrenze einer vergüteten Stahlschraube; die Anzugsmomente der Festigkeitsklasse 8.8 dürfen nicht übernommen werden. Bei der DIN 6912 kommt der kleinere Antrieb als zweite Grenze hinzu — maßgeblich ist hier der Antrieb, nicht der Werkstoff.
  • Wärme: Austenitischer Stahl bleibt auch bei erhöhter Temperatur beständig, verliert dabei aber Festigkeit. Die Werte für Raumtemperatur gelten dort nicht mehr.
  • Kälte: Bei tiefen Temperaturen versprödet er nicht, er bleibt zäh.
  • Magnetismus: Im weichgeglühten Ausgangszustand ist A2 nahezu unmagnetisch. Schrauben entstehen jedoch durch Kaltumformung, und die wandelt einen Teil des Gefüges um — an Kopf und Gewinde bleibt dadurch eine leichte Magnetisierbarkeit zurück. Das ist normal und kein Mangel: Es handelt sich um regulären Edelstahl A2, die Korrosionsbeständigkeit ist davon nicht betroffen. Wo magnetische Spannmittel oder Sensorik im Spiel sind, sollte man es einplanen.

Die Angaben beschreiben die Werkstoffklasse und sind Richtwerte, keine zugesicherten Eigenschaften. Die Auslegung einer tragenden oder sicherheitsrelevanten Verbindung liegt beim Konstrukteur, dort, wo Lastfall und Einbausituation bekannt sind. Angaben ohne Gewähr.

Wo V2A an seine Grenze kommt

A2 ist beständig gegen Wasser, Wasserdampf, Witterung und viele schwache Säuren — aber nicht chloridbeständig. Das ist der praktisch wichtigste Punkt bei der Auswahl:

  • Meerwasser und Küstenluft, Streusalz, Schwimmbäder: Chloride durchbrechen die Passivschicht punktuell; es entstehen Lochfraß und Spaltkorrosion. In Schwimmbadhallen kommt Spannungsrisskorrosion hinzu, die von außen kaum zu erkennen ist. Für solche Einbauorte ist A2 nicht der richtige Werkstoff.
  • Spalte und Ablagerungen: Unter Dichtungen, Unterlegscheiben und Schmutzresten fehlt der Sauerstoff, den die Passivschicht zur Erneuerung braucht.
  • Kontakt mit unlegiertem Stahl: Späne oder Werkzeugabrieb setzen sich auf der Oberfläche fest und rosten dort — der sogenannte Flugrost. Er greift den Edelstahl nicht an, sieht aber nach Schaden aus und lässt sich mit Edelstahlreiniger entfernen.

Edelstahl an Aluminium

Für die Verschraubung von Aluminiumprofilen ist Edelstahl die richtige Wahl — und die dauerhaftere gegenüber verzinktem Stahl. Die Zinkschicht einer verzinkten Schraube schützt zunächst auch das Aluminium, sie ist aber endlich. Ist sie aufgezehrt, rostet die Schraube selbst, und die Rostfahne bleibt auf dem Profil zurück. Edelstahl hat diese Verschleißgrenze nicht.

Richtig ist, dass Edelstahl und Aluminium ein galvanisches Element bilden. Ob daraus ein Schaden wird, entscheidet neben dauerhafter Feuchtigkeit vor allem das Flächenverhältnis: Eine kleine Schraube in einem großen Profil verteilt den Angriff auf viel Fläche und bleibt unkritisch — der übliche Fall im Profilbau. Aufpassen sollte man, wenn das Verhältnis kippt (viel Edelstahl auf wenig Aluminium) oder wenn Salz und stehende Nässe dazukommen, etwa im Außenbereich an der Küste. Dann trennt eine Kunststoffscheibe die Werkstoffe.

Welcher Schraubenkopf?

  • DIN 6912 — niedriger Zylinderkopf mit Schlüsselführung: wenn die Bauhöhe fehlt oder die Senkung flach bleiben muss.
  • DIN 912 (ISO 4762) — hoher Zylinderkopf: die erste Wahl, wo Platz ist. Größerer Antrieb und damit das größte übertragbare Moment dieser Bauformen.
  • ISO 7380 (Linsenkopf) — flach und gerundet, für sichtbare Verbindungen. Überträgt ebenfalls weniger Moment als die DIN 912.

Anwendungsbereiche

  • Abdeckungen, Blenden und Deckel an Aluminium-Profilsystemen, bei denen der Kopf nicht auftragen darf
  • Verschraubungen neben Führungen, Schlitten und bewegten Teilen, die an einem hohen Kopf streifen würden
  • dünne Platten und Bleche, in denen eine Senkung nach DIN 974 nicht tief genug wird
  • Schaltschrank-, Gehäuse- und Apparatebau
  • Vorrichtungs- und Werkzeugbau, wenn über der Verschraubung noch ein Werkstück liegt

Montage und Handhabung

Die größte Fehlerquelle bei Edelstahlschrauben ist das Kaltverschweißen (auch Fressen genannt): Gewindeflanken aus gleichartigem austenitischem Stahl verschweißen unter Druck und Reibungswärme miteinander, die Schraube blockiert auf halbem Weg und lässt sich weder anziehen noch lösen. Bei der DIN 6912 ist das doppelt ärgerlich, weil der kleine Antrieb wenig Reserve zum Gegenhalten lässt. Vorbeugen lässt sich zuverlässig:

  • Langsam und gleichmäßig anziehen — kein Akkuschrauber mit hoher Drehzahl.
  • Gewinde sauber halten; Späne und Staub im Muttergewinde begünstigen das Fressen.
  • Bei kritischen Verbindungen eine Montagepaste verwenden und das Anzugsmoment entsprechend anpassen.
  • Mit dem Drehmomentschlüssel nach den Werten für A2 arbeiten, nicht nach denen für 8.8 — und unterhalb dessen bleiben, was eine DIN 912 derselben Größe verträgt.
  • Den passenden, unbeschädigten Innensechskantschlüssel vollständig einstecken, bis er auf der Schlüsselführung sitzt.

Blockiert eine Schraube beim Eindrehen, hilft weiteres Kraftaufwenden nicht — sie wird herausgedreht, das Gewinde gereinigt und geprüft.

Pflege und Lebensdauer

Bei bestimmungsgemäßem Einsatz sind die Verbindungen wartungsfrei. Wo Edelstahl sichtbar bleibt, erhält eine gelegentliche Reinigung das Aussehen und die Schutzwirkung der Passivschicht: Ablagerungen und angeflogene Stahlpartikel abwaschen, keine Stahlbürsten oder Stahlwolle verwenden — sie tragen genau die Partikel ein, die später als Flugrost sichtbar werden. Für Edelstahl bestimmte Bürsten und Reiniger sind die richtige Wahl.

Weiterführende Informationen
ISO 7380-2 und DIN 912 Innensechskantschrauben – Unterschiede, Vorteile und Nachteile
Dieser Ratgeber informiert über die Unterschiede zwischen ISO 7380-2 und DIN 912 Innensechskantschrauben, ihre jeweiligen Vor- und Nachteile sowie die idealen Anwendungsbereiche.

Alles über Unterlegscheiben: Wann sie benötigt werden und ihre Bedeutung
Dieser Ratgeber erklärt, warum Unterlegscheiben in Verschraubungen benötigt werden, welche Funktionen sie erfüllen und welche verschiedenen Arten es gibt.

Verzinkte Schrauben vs. Edelstahlschrauben V2A
Dieser Guide erklärt die Unterschiede zwischen verzinkten Schrauben und Edelstahlschrauben V2A, ihre jeweiligen Vor- und Nachteile sowie die besten Einsatzbereiche. Zudem gibt es Tipps zur Vermeidung von Kaltverschweißen bei Edelstahlverbindungen.
Technische Daten
» Material: Edelstahl AISI 304 / 1.4301 / V2A
» Festigkeitsklasse: 70
Kompatible Produkte

Passt zu allen Varianten dieses Produkts:

Häufig gestellte Fragen
» Was bedeutet die Festigkeitsklasse "70" genau?
Die Festigkeitsklasse "70" weißt auf die Zugfestigkeit der Schraube von 700 N/mm² hin.

» Was bedeutet "V2A" bzw. "Edelstahl A2"?
V2A oder Edelstahl A2 bezeichnet eine rostfreie Edelstahllegierung (1.4301), die korrosionsbeständig ist und sich ideal für den Innenbereich sowie für Anwendungen im Außenbereich ohne extreme Umwelteinflüsse eignet.

» Wie wichtig ist das Drehmoment beim Anziehen der Schraube?
Das richtige Drehmoment beim Anziehen der Schraube ist entscheidend für eine sichere und dauerhafte Verbindung. Ein zu geringes Drehmoment kann dazu führen, dass die Verbindung locker bleibt, während ein zu hohes Drehmoment Schraube, Werkstück oder Gewinde beschädigen kann. Daher ist es wichtig, das Anziehmoment genau einzuhalten. Spezielle Drehmomentschlüssel oder automatische Schraubsysteme unterstützen dabei, das richtige Drehmoment präzise zu erreichen.

» In welchen Bereichen werden die Zylinderschrauben nach DIN6912 eingesetzt?
Zylinderschrauben DIN 6912 V2A werden häufig im Maschinenbau verwendet, um Bauteile sicher zu verbinden. Sie kommen auch im Fahrzeugbau zum Einsatz, insbesondere in Bereichen mit begrenztem Platz. Im Möbelbau sorgen sie für stabile Verbindungen, ohne dass Schraubenköpfe hervorstehen. Auch in der Elektroinstallation werden sie verwendet, um Bauteile sicher zu befestigen.

» Wie pflege ich V2A Schrauben und verhindere Korrosion?
  • Entfernen Sie Schmutz, Staub, Salz- oder Chemikalienrückstände regelmäßig mit klarem Wasser oder einem pH-neutralen Reinigungsmittel.
  • Bei leichten Korrosionsspuren kann ein Edelstahlreiniger oder ein nicht scheuerndes Reinigungsmittel eingesetzt werden.
  • In sensiblen Anwendungen kann ein zusätzlicher Korrosionsschutz in Form eines geeigneten Sprays (z. B. PTFE-basiert) aufgetragen werden.
  • Verwenden Sie ausschließlich saubere, rostfreie Werkzeuge, um Fremdrostübertragungen zu vermeiden.


» Was ist eine Zylinderschraube Innensechskant nach DIN 6912 V2A?
Eine Zylinderschraube Innensechskant DIN 6912 V2A ist eine Schraube mit einem flachen Zylinderkopf und einem Innensechskant-Antrieb. Sie entspricht der Norm DIN 6912 und besteht aus Edelstahl V2A, der korrosionsbeständig und langlebig ist. Die Schraube wird vor allem in Anwendungen eingesetzt, bei denen wenig Bauraum zur Verfügung steht. Sie eignet sich sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich.

» Welche Vorteile bieten V2A Zylinderschrauben gegenüber blanken oder verzinkten Stahlschrauben?
Gegenüber blankem Stahl rostet A2 (V2A, 1.4301) nicht an, und gegenüber verzinktem Stahl hält der Schutz dauerhaft: Die Passivschicht ist keine Auflage, die abplatzen oder durchgescheuert werden kann — sie bildet sich an Luft von selbst nach. Beständig ist A2 gegen Wasser, Wasserdampf, Witterung und viele schwache Säuren; in der Kälte versprödet er nicht, sondern bleibt zäh. Zwei Punkte gehören dazu, damit die Auswahl stimmt:
  • A2 ist nicht chloridbeständig. Meerwasser und Küstenluft, Streusalz und Schwimmbadluft durchbrechen die Passivschicht punktuell; es entstehen Lochfraß und Spaltkorrosion, in Hallenbädern zusätzlich Spannungsrisskorrosion. Für solche Einbauorte ist A2 nicht der richtige Werkstoff.
  • A2-Schrauben sind leicht magnetisierbar. Im weichgeglühten Ausgangszustand ist A2 nahezu unmagnetisch, Schrauben entstehen aber durch Kaltumformung — an Kopf und Gewinde bleibt dadurch eine leichte Magnetisierbarkeit zurück. Das ist normal und kein Mangel; die Korrosionsbeständigkeit ist davon nicht betroffen. Wo magnetische Spannmittel oder Sensorik im Spiel sind, sollte man es einplanen.
Die Angaben beschreiben die Werkstoffklasse und sind Richtwerte, keine zugesicherten Eigenschaften. Angaben ohne Gewähr.

» Welche Vorteile bietet der Innensechskantantrieb?
  • Platzsparend bei beengten Gehäusen
  • Hohe Drehmomente über Inbusschlüssel
  • Sicher und optisch ansprechend – kein Überstand nach der Montage



Produktsicherheit:


Wilhelm Böllhoff GmbH & Co. KG
Archimedesstr. 1 - 4
33649 Bielefeld
Deutschland
info@boellhoff.com
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