Schwerer Winkel - 20x40, Nut 6
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Produktinformationen "Schwerer Winkel - 20x40, Nut 6"
Produktübersicht
Der schwere Winkel verbindet zwei Nutprofile im rechten Winkel. Er ist die kräftige Ausführung des Verbindungswinkels: längere Schenkel, mehr Materialquerschnitt und eine große Auflagefläche auf dem Profil, damit die Kraft nicht in einem Punkt, sondern über eine Fläche in die Nut geht. Gefertigt ist er aus Aluminium-Druckguss. Auf der Rückseite jedes Schenkels sitzen Positionierstifte, die in die Profilnut greifen und den Winkel beim Anlegen selbst ausrichten. Welche Größe welche Nutbreiten bedient, steht in der Auswahl und in der Maßtabelle.
Er passt in die Nut gängiger Industrieprofile, item-Profile eingeschlossen, solange die Nutbreite stimmt. Geliefert wird der Winkel einzeln: Nutensteine und Schrauben wählst du passend zur Nut dazu.
Wie der Winkel am Profil sitzt
Der Winkel wird von außen auf die beiden Profile gelegt — er braucht keine Bohrung im Profil und keinen Zugang von der Stirnseite. Die Positionierstifte fallen in die Nut und übernehmen das Ausrichten: Der Winkel steht rechtwinklig, bevor die erste Schraube angezogen ist, und er kann beim Anziehen nicht mehr wandern.
Die größeren Ausführungen tragen zwei Stiftbreiten übereinander, damit dieselbe Größe zwei Nutbreiten bedient. Für die schmalere Nut wird der breitere Stift abgetrennt — mit einer Zange oder einem Seitenschneider, ein Handgriff. Sauber abgesetzt bleibt die zentrierende Wirkung des darunterliegenden Stifts vollständig erhalten.
Gehalten wird der Winkel nicht vom Stift, sondern von der Verschraubung: durch die Bohrung im Schenkel, in einen Nutenstein in der Profilnut. Der Stift richtet aus, die Schraube spannt, und die Reibung zwischen Winkelfläche und Profiloberfläche trägt die Last.
Werkstoff: was Druckguss kann und was nicht
Aluminium-Druckguss ist der richtige Werkstoff für ein Bauteil dieser Form: Er lässt sich in einem Stück mit Rippen, Stiften und Bohrungen gießen, ist maßhaltig, leicht und bildet an Luft dieselbe schützende Oxidschicht wie jedes andere Aluminium. Für den Innenraum und für normale Außenbedingungen ist er beständig, ohne dass etwas nachbehandelt werden müsste.
Er ist aber kein Knetwerkstoff, und das ist der Unterschied, der bei der Auslegung zählt:
- Kein Festigkeitsnachweis — ein Gussteil trägt keine Festigkeitsklasse wie eine Schraube. Wir nennen deshalb bewusst keine Traglast in Kilogramm; sie hinge ohnehin an Nutbreite, Nutensteintyp, Schraubengröße und Anzugsmoment, nicht am Winkel allein.
- Guss verzeiht keine Schläge — Druckguss ist fester als er zäh ist. Unter einem plötzlichen Stoß bricht ein Gussteil eher, als dass es sich verbiegt und vorwarnt.
- Dauerschwingung ist ein eigener Fall — was unter ruhender Last hält, hält unter dauernder Wechsellast nicht automatisch mit. Wo eine Konstruktion ständig schwingt, gehört die Verbindung nachgerechnet oder verdoppelt.
Die Angaben beschreiben die Werkstoffgruppe und sind Richtwerte, keine zugesicherten Eigenschaften; Angaben ohne Gewähr.
Wofür er gemacht ist
Der schwere Winkel gehört überall dorthin, wo die Verbindung eine ruhende oder langsam wechselnde Last trägt und die Steifigkeit des Rahmens zählt:
- Maschinengestelle und Grundrahmen aus Nutprofil
- Tische, Bühnen und Konsolen, die etwas abstellen müssen
- Regal- und Traggerüste im Betrieb
- Aufbauten für Mess- und Prüfeinrichtungen, bei denen der Rahmen nicht federn darf
- nachträgliche Aussteifung eines Rahmens, der beim Aufbau zu weich geraten ist
Wo eine andere Lösung besser ist
Zwei Fälle sprechen gegen den aufgesetzten Winkel, und wir sagen das lieber vorher: Wo eine Verbindung Personen sichert — eine Absturzsicherung, eine Aufhängung über einem Arbeitsplatz, ein Schutzgitter, das einen Anprall aufnehmen soll —, entscheidet nicht der Katalogtext, sondern eine Auslegung für diesen Fall. Und wo die Fuge bündig und ohne Aufbau bleiben muss, ist der innenliegende Profilverbinder der richtige Weg; der Winkel trägt an der Außenseite auf, das ist der Preis dafür, dass er nachrüstbar ist.
Nachträglich montieren
Die offene Bauform ist der eigentliche Grund, warum dieser Winkel im Betrieb so oft gebraucht wird: Er lässt sich an einen fertig aufgebauten Rahmen setzen, ohne ihn zu zerlegen. Ein Nutenstein, der sich in der Nut einschwenken oder nachträglich einsetzen lässt, genügt — dann wird eine wackelige Ecke ausgesteift, ohne dass ein einziges Profil gelöst werden muss.
Schrauben, Nutensteine und Korrosion
Die Schraube greift nicht in den Winkel, sondern in den Nutenstein; die Größe richtet sich also nach dem Nutenstein und nicht nach dem Guss. Wichtiger als die Wahl zwischen den Größen ist, dass Schraube, Nutenstein und Nutbreite zueinander passen — ein zu kleiner Nutenstein wandert unter Last in der Nut.
Zum Werkstoff der Schraube: Edelstahl ist an Aluminium die bessere Wahl, nicht die schlechtere. Verzinkter Stahl hat nur eine endliche Zinkschicht — ist sie durch, rostet die Schraube und färbt das Aluminium mit. Edelstahl und Aluminium bilden zwar ein galvanisches Paar, aber das Verhältnis stimmt: eine kleine Schraube gegen ein großes Profil. Kritisch wird es erst, wo Salz und stehende Nässe zusammenkommen — im Freien an der Küste, im Winterdienst, in der Nasszelle. Dort trennt eine Kunststoffscheibe unter dem Kopf die beiden Metalle.
Montage
- Beide Profile stumpf zusammenstellen, Winkel auflegen, Stifte in die Nuten fallen lassen.
- Nutensteine einsetzen, Schrauben von Hand eindrehen, noch nicht anziehen.
- Rechten Winkel prüfen und erst dann festziehen — reihum und gleichmäßig, nicht eine Seite ganz und die andere danach.
- Mit Gefühl anziehen: Das Gewinde sitzt im Nutenstein, gehalten wird über Reibung. Wer weiterdreht, wenn nichts mehr kommt, zieht den Nutenstein durch die Nutlippe oder sprengt sie auf.
- Nach den ersten Betriebsstunden einmal nachziehen — bei allem, was schwingt oder fährt.
Zubehör und Pflege
Für die sichtbare Seite gibt es passende Abdeckkappen: Sie decken Schraubenkopf und Bohrung ab, halten Späne und Staub aus der Vertiefung und geben dem Rahmen eine geschlossene Fläche. Nimm dafür die Kappen aus unserem Programm — dass der Winkel in ein fremdes Profilsystem passt, heißt nicht, dass dessen Zubehör auf diesen Winkel passt. Kappen sind auf die Vertiefung des jeweiligen Herstellers zugeschnitten.
Der Winkel selbst braucht keine Pflege. Er verträgt Demontage und Wiedermontage; die Positionierstifte behalten ihre zentrierende Wirkung, solange sie nicht angesägt oder verbogen werden. Abgetrennte Stifte wachsen nicht nach — ein Winkel, dessen breiter Stift für die schmale Nut entfernt wurde, passt danach nicht mehr in die breitere.
Weiterführende Informationen
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Technische Daten
Technische Zeichnungen / Daten
| B | L | N1 | N2 | w | d | |
|---|---|---|---|---|---|---|
|
Schwerer Winkel, 20x40, Nut 6 |
18 | 38 | 6 | 5 | 3,2 | |
|
Schwerer Winkel, 30x60, Nut 6 / 8 |
28 | 58 | 6 | 8 | 6,5 | 6 |
|
Schwerer Winkel, 40x80, Nut 8 / 10 |
36 | 80 | 8 | 10 | 9 | 9 |
Kompatible Produkte
Ein „x" zeigt, zu welcher Variante dieses Produkts das jeweilige Zubehör passt:
Häufig gestellte Fragen
Ja, für die Winkel sind im Shop passende Abdeckkappen erhältlich. Diese Kappen sind speziell für die Winkel abgestimmt, lassen sich einfach aufstecken und bleiben dank der passgenauen Form fest und sicher fixiert. Sie sorgen nicht nur für ein optisch ansprechendes, sauberes und professionelles Erscheinungsbild, sondern bieten auch einen zusätzlichen Schutz vor Staub, Schmutz und Feuchtigkeit. Damit erhöhen sie die Lebensdauer der Konstruktion und verhindern das Eindringen von Fremdkörpern.
» Was ist der Unterschied zwischen den leichten und schweren Winkeln?
Der Unterschied zwischen leichten und schweren Winkeln liegt in Materialstärke, Tragfähigkeit und dem vorgesehenen Einsatzbereich. Leichte Winkel sind so konstruiert, dass sie ein gutes Verhältnis aus Stabilität, Gewicht und einfacher Handhabung bieten. Sie eignen sich ideal für Standardverbindungen in weniger stark belasteten Anwendungen bei denen schnelle Montage, geringes Gewicht und optisch saubere Verbindungen im Vordergrund stehen. Schwere Winkel hingegen sind durch die massive Bauweise und langen Schenkel dafür ausgelegt, höhere Lasten zu tragen. Sie werden vor allem dort eingesetzt, wo Konstruktionen dauerhaft hohen Kräften oder Vibrationen standhalten müssen. Durch ihre robustere Bauweise bieten sie eine höhere Verwindungssteifigkeit und eine größere Auflagefläche — die richtige Wahl, wo eine ruhende oder langsam wechselnde Last getragen wird und die Steifigkeit des Rahmens zählt. Wo eine Verbindung Personen sichert — Absturzsicherung, Aufhängung über einem Arbeitsplatz, Schutzgitter gegen Anprall —, entscheidet nicht der Katalogtext, sondern eine Auslegung für diesen Fall.
» Aus welchem Material bestehen die leichten und schweren Winkel?
Die Winkel bestehen aus hochwertigem Aluminium-Druckguss, der für seine hohe Festigkeit und Formstabilität bekannt ist. Dieses Material gewährleistet eine ausgezeichnete Tragfähigkeit, Widerstandsfähigkeit gegen Verformung und eine lange Lebensdauer, selbst unter dauerhafter Belastung oder starken Vibrationen. Aluminium-Druckguss ermöglicht zudem eine präzise Fertigung der Winkelgeometrie, was für passgenaue Montage und optimale Stabilität in industriellen und handwerklichen Anwendungen sorgt.
» Wie kann ich die Ausrichtung des Winkels beim Einbau sicherstellen?
Zur sicheren Ausrichtung des Winkels beim Einbau sind auf der Rückseite Positionierstifte angebracht, die den Winkel beim Auflegen auf das Aluminiumprofil automatisch zentrieren und ein Verrutschen beim Festziehen der Schrauben verhindern. So wird eine präzise und stabile Verbindung gewährleistet. Beachten Sie, dass einige Baugrößen zwei verschiedene Stiftbreiten haben. Die breiteren Stifte können bei Bedarf einfach mit Zange oder Schraubenzieher entfernt werden, um den Winkel optimal an die Nutbreite anzupassen.
» Kann der Winkel auch in feuchten oder industriellen Umgebungen eingesetzt werden?
Das hängt am Werkstoff, und der ist nicht bei allen Winkeln derselbe — welcher es ist, steht bei jeder Variante in den technischen Daten.
- Aluminium-Druckguss (leichte und schwere Winkel): Die natürliche Oxidschicht macht das Bauteil in trockener wie in feuchter Werkstattluft unempfindlich. Bei dauerhafter Nässe oder in salzhaltiger Luft bekommt blankes Aluminium mit der Zeit einen matten, fleckigen Belag.
- Zinkdruckguss (Innen-, Außen- und Eckwinkel): Im Innenbereich unproblematisch — an Aluminium ist Zink das unedlere Metall und opfert sich ein wenig, statt das Profil anzugreifen. Blankes Zink ist aber nicht wetterfest: bei stehender Nässe bildet sich Weißrost, ein weißlich-pulveriger Belag. Ein Mangel ist er nicht, meist nur ein Schönheitsfehler.
» Können die Winkel für vertikale oder horizontale Belastungen eingesetzt werden?
Ja, in beiden Lagen — die Richtung entscheidet dabei weniger als die Größe des Winkels und ein fester Sitz in der Nut.
- Stehend übertragen sie das Gewicht in die Profilnut und halten Rahmen, Regale und Arbeitsgestelle in Form.
- Liegend stützen sie Maschinenrahmen, Führungen und modulare Aufbauten gegen seitliche Kräfte und Verdrehen.
- Die Verbindung hält über Reibung, nicht über den Winkel allein. Schrauben beziehungsweise Madenschrauben müssen fest angezogen sein — ein loser Winkel rutscht, unabhängig davon, wie stabil er selbst ist.
- Dauerlast und Schwingungen sind der schwierigere Fall. Das gilt besonders für die Winkel aus Zinkdruckguss: Zinklegierungen kriechen schon bei Raumtemperatur, wenn eine Kraft über Monate anliegt, und die Klemmung lässt dann nach. Wo dauernd Bewegung im Aufbau ist, ist eine Verbindung aus Stahl die haltbarere Wahl.
» Welche Vorteile bieten schwere Winkel gegenüber leichten Winkeln?
Schwere Winkel zeichnen sich durch ihre massive Bauweise und dickere Schenkel aus, wodurch sie eine deutlich höhere Verwindungssteifigkeit besitzen. Dies verhindert Verformungen und garantiert eine stabile 90-Grad-Verbindung auch bei hohen Lasten oder Vibrationen. Die größeren Auflageflächen sorgen dafür, dass die Kräfte gleichmäßig auf die Aluminiumprofile übertragen werden, was die Belastbarkeit der gesamten Konstruktion erhöht. Zudem sind schwere Winkel besonders robust und langlebig, was sie zur richtigen Wahl für tragende oder industriell stark beanspruchte Verbindungen unter ruhender oder langsam wechselnder Last macht. Wo eine Verbindung Personen sichert oder dauerhaft schwingt, gehört sie für diesen Fall ausgelegt oder nachgerechnet — das entscheidet nicht der Katalogtext. Leichte Winkel bieten dagegen geringeres Gewicht und einfachere Handhabung, eignen sich jedoch nur für weniger belastete Verbindungen oder Standardrahmen.
» Kann der Winkel nachträglich montiert werden?
Ja, der Winkel kann dank seiner offenen Bauweise problemlos nachträglich montiert werden, ohne dass bereits aufgebaute Konstruktionen oder Profile demontiert werden müssen. Dies ist besonders praktisch bei nachträglichen Verstärkungen, Erweiterungen oder Anpassungen bestehender Rahmen und Aufbauten. Der Winkel lässt sich einfach von außen in die Nut der Aluminiumprofile einsetzen und mit passenden Schrauben und Nutensteinen befestigen.
» Wie messe ich die Nutbreite meines Profils korrekt?
Um die Nutbreite des Profils korrekt zu messen, sollte am besten eine präzise Schieblehre verwendet werden. Messen Sie dabei die Breite der offenen Seite der Profilnut, also den Abstand zwischen den beiden inneren Kanten der Nut. Achten Sie darauf, dass die Schieblehre genau anliegt und nicht schräg gemessen wird, um ein exaktes Ergebnis zu erhalten. Die ermittelte Nutbreite ist entscheidend, damit der Winkel oder andere Verbindungselemente passgenau in die Nut eingeschoben werden können.
Produktsicherheit:
Dr. Ing. Tobias Meisch
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