Hiwin Profilschiene MGNR, 100 mm - MGNR07R100HM
12,00 €*
Sofort verfügbar, Lieferzeit: 3-6 Tage
Produktinformationen "Hiwin Profilschiene MGNR, 100 mm - MGNR07R100HM"
Produktübersicht
Die Profilschiene MGNR ist die Schiene der MG-Baureihe von Hiwin — den Miniaturführungen des Herstellers — in der schmalen Bauform. Sie ist das gehärtete, profilierte Stahlelement, auf dem der Laufwagen läuft: an ihren Flanken liegen die Laufbahnen für die Kugeln, von oben wird sie durch die vorhandenen Bohrungen auf die Maschine geschraubt.
Von allen Miniaturführungen ist diese die verbreitetste. Wo im Eigenbau von einer „MGN-Schiene" die Rede ist, ist sie gemeint. Sie trägt weniger als die breite Bauform, braucht dafür wenig Platz — und sie ist das Bauteil, das die Genauigkeit der Achse festlegt: Der Wagen trägt die Last, die Schiene gibt die Bahn vor. Die passenden Laufwagen MGN führen wir als eigenen Artikel.
MGNR oder MGWR — welche Bauform?
Die Miniaturbaureihe gibt es in zwei Breiten, und die Schiene folgt dem Wagen:
- MGNR — die schmale Schiene. Die Voreinstellung, solange der Bauraum eng ist und die Last mittig über dem Wagen sitzt. Zwei parallele Achsen oder zwei Wagen auf einer Schiene fangen ab, was ein einzelner schmaler Wagen an Kippmoment nicht hält.
- MGWR — die breite Schiene. Der größere Abstand der Kugelreihen macht die Achse kippsteifer. Die Wahl, wenn die Last auskragt. Sie führen wir als eigenen Artikel.
Getauscht werden kann zwischen beiden nicht, auch nicht bei gleicher Größenzahl: Ein MGN-Wagen läuft ausschließlich auf einer MGNR-Schiene. Wer eine vorhandene Achse ergänzt, findet die vollständige Bezeichnung eingeprägt auf Schiene und Wagen — sie ist die einzige verlässliche Auskunft darüber, was verbaut ist.
Baugrößen und der passende Laufwagen
Wir führen die Schiene in fünf Baugrößen, von der kleinsten der Baureihe bis zur größten. Die Zahl in der Bezeichnung ist die Schienenbreite; sie wächst mit der Tragfähigkeit und mit dem Platz, den die Achse braucht.
Welcher Wagen auf welche Schiene gehört, steht weiter unten auf dieser Seite unter „Kompatible Produkte" — je Baugröße aufgeführt. Zwei Dinge sind dort zu erkennen:
- Der Buchstabe hinter der Baugröße ist die Länge des Wagens, nicht seine Breite. Der lange Wagen hat mehr tragende Kugeln und ist damit steifer gegen Kippmomente; beide Längen laufen auf derselben Schiene.
- Einzelne Baugrößen führen wir zusätzlich in einer anderen Vorspannklasse, erkennbar an der Kennung am Ende der Bezeichnung. Auch sie gehören auf dieselbe Schiene.
Eine Schiene von 100 mm — und was bei längeren Achsen gilt
Ab Lager liegt die Schiene in 100 mm. Das ist die Länge für kurze Hübe, für Vorrichtungen, Prüfaufbauten und für den Ersatz eines beschädigten Stücks.
Für eine längere Achse gilt: Setzen Sie keine zwei Abschnitte hintereinander. Getrennt abgelängte Schienen treffen sich an der Stoßstelle weder im Laufbahnverlauf noch im Lochbild genau genug; der Wagen läuft über den Übergang, und der Absatz ist im Betrieb zu spüren und mit der Zeit an der Laufbahn zu sehen. Eine durchgehende Schiene bekommen Sie auf Anfrage, abgelängt nach Ihrem Maß — nennen Sie uns dazu die Baugröße und die gewünschte Länge.
Montage — die Schiene nimmt die Form ihrer Auflage an
Eine Miniaturschiene ist schmal und damit biegsam. Beim Anschrauben legt sie sich an die Fläche darunter an: Was dort krumm, verschmutzt oder gratig ist, steht anschließend in der Achse und ist mit keiner Einstellung mehr herauszubekommen. Die Vorbereitung der Auflagefläche ist deshalb der Teil der Montage, der über die Genauigkeit entscheidet.
- Fläche eben, sauber und gratfrei. Ein Span unter der Schiene wirkt wie eine Beule.
- Die Schrauben sitzen versenkt in den durchgehenden Bohrungen, damit der Wagen über sie hinwegläuft — Zylinderschrauben mit Innensechskant sind hier die übliche Wahl. Bei den kleinen Baugrößen sind die Gewinde entsprechend fein: Ein überdrehtes Gewinde in der Maschinenfläche ist der häufigste Montageschaden.
- Der Reihe nach anziehen, von einem Ende zum anderen und in mehreren Durchgängen — nicht über Kreuz und nicht gleich mit vollem Moment. So legt sich die Schiene fortlaufend an, statt zwischen zwei festen Punkten eine Welle zu bilden.
- Eine seitliche Anschlagkante an der Konstruktion erleichtert das Ausrichten und macht den Wiedereinbau wiederholbar. Laufen zwei Schienen parallel, entscheidet ihr Abstand über die Leichtgängigkeit: verspannt läuft schwer und verschleißt schnell.
- Abdeckkappen für die Bohrungen liefern wir immer mit. Sie halten Späne und Staub aus den Senkungen — ohne sie sammelt sich dort, was der Abstreifer des Wagens später über die Laufbahn zieht.
Handhabung — der Wagen darf die Schiene nicht verlassen
Der Laufwagen hält seinen Kugelsatz nur, solange er auf einer Schiene sitzt. Wird er über das Schienenende hinausgeschoben, fallen die Kugeln heraus — und ohne vollständigen Kugelsatz führt er nicht mehr. Bei der schmalen Miniaturbauform sind die Kugeln so klein, dass sie in der Werkstatt schlicht verschwinden.
- Erst die Schiene vollständig verschrauben, dann den Wagen aufschieben. Auf einer losen oder verspannten Schiene klemmt er.
- Ab Werk kommt der Wagen auf einer Hilfsschiene aus Kunststoff. Sie wird bündig an das Ende der Profilschiene gesetzt und der Wagen ohne Absatz hinübergeschoben. Danach aufheben — beim nächsten Ausbau wird sie wieder gebraucht.
- Wo der Schlitten über das Schienenende hinauslaufen könnte, gehört ein Anschlag an die Konstruktion. Im Betrieb wie beim Einrichten von Hand.
- Ist es doch passiert, ist der Wagen nicht verloren: Die Kugeln lassen sich mit passendem Durchmesser neu einsetzen. Dafür führen wir Präzisionsstahlkugeln in fein gestuften Durchmessern.
Vorspannung, Paarung und Genauigkeit
Wie leichtgängig und wie steif eine Profilschienenführung läuft, entscheidet die Vorspannung — und die stellt sich über den Durchmesser der Kugeln zwischen Wagen und Schiene ein. Zwischen spielbehaftet und spielfrei liegen bei einer Miniaturführung wenige Tausendstel Millimeter. Genauigkeits- und Vorspannklasse stehen als Buchstaben-Ziffern- Gruppe am Ende der vollständigen Bezeichnung; welche Ausführung wir führen, sagt die Bezeichnung der jeweiligen Variante. Andere Klassen liefern wir auf Anfrage.
Für eine besonders genaue Achse werden Schiene und Wagen deshalb gepaart, statt beliebig kombiniert. Schienen und Wagen führen wir einzeln, jedes Teil für sich; aufeinander abgestimmte Sätze aus Schiene und Wagen liefern wir auf Anfrage. Der Ratgeber „Paarung von Schienen und Laufwagen" erklärt, wie das gemacht wird.
Die Angaben beschreiben die Baureihe und sind Richtwerte, keine zugesicherten Eigenschaften. Tragzahlen, Genauigkeits- und Vorspannklassen gelten für die jeweilige, vollständig bezeichnete Ausführung. Die Auslegung der Achse — Lasten, Momente, Lebensdauer und die Frage, ob eine Führung für den vorgesehenen Zweck taugt — liegt beim Konstrukteur der Maschine, dort, wo Lastfall und Einbausituation bekannt sind. Angaben ohne Gewähr.
Sauberkeit, Schmierung und Rost
Die Schiene ist der Teil der Führung, der offen liegt. Sie sammelt ein, was in der Maschine anfällt, und trägt es dem Wagen zu. Verschmutzung ist bei einer Miniaturführung der eigentliche Verschleißtreiber — nicht die gefahrene Strecke.
- Wo Schleif-, Holz- oder Druckerstaub anfällt, gehört eine Abdeckung über die Schiene. Die Abstreifer am Wagen halten Staub zurück, aber sie sind die letzte Instanz, nicht die erste.
- Ein dünner Schmierfilm auf den Laufbahnen gehört zum Betrieb: Er trennt Kugel und Laufbahn und hält Feuchtigkeit ab. Nachgeschmiert wird am Wagen, während er verfährt — so verteilt sich der Schmierstoff über die ganze Schiene. Näheres im Ratgeber „Lager richtig schmieren".
- Blanke Laufbahnen sind rostempfindlich. Steht die Maschine länger still oder wird die Schiene gelagert, hilft ein Ölfilm; abgewischt und trocken eingelagert setzt sie Flugrost an.
- Fingerabdrücke auf der Laufbahn sind kein Schönheitsfehler — Handschweiß greift die polierte Fläche an.
Anwendungsbereiche
- 3D-Drucker im Eigenbau und Umbauten auf Linearführung
- kleine Fräsen, Laser- und Schneidplotter
- Labor-, Analyse- und Dosiertechnik
- Mess-, Prüf- und Justiervorrichtungen auf engem Bauraum
- Kamera-, Optik- und Beleuchtungsschlitten
- Ersatz für verschlissene oder beschädigte Miniaturführungen
Weiterführende Informationen
Dieser Ratgeber erklärt, wie die Vorspannung über den Kugeldurchmesser eingestellt wird und warum Schiene und Wagen für eine besonders steife Achse aufeinander abgestimmt werden. Abgestimmte Sätze liefern wir auf Anfrage.
Lager richtig schmieren – Der Praxisratgeber für Öl, Fett und lange Lebensdauer
Der Ratgeber erklärt, warum die richtige Schmierung für die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit von Lagern entscheidend ist und wann Öl oder Fett die bessere Wahl ist. Außerdem erfahren Sie, wie Lager richtig nachgeschmiert werden, welche Schmierfehler vermieden werden sollten und wie eine regelmäßige Wartung Ausfälle verhindert.
Profilschienenführungen vorgestellt
Dieser Ratgeber informiert über die Vorteile von Profilschienenführungen im Vergleich zu anderen Linearführungen, insbesondere hinsichtlich Präzision, Steifigkeit, Langlebigkeit und Vielseitigkeit. Durch ihre robuste Konstruktion und hohe Genauigkeit sind sie ideal für industrielle Anwendungen, die eine zuverlässige und präzise Bewegung erfordern.
Technische Zeichnungen / Daten
| WR | HR | D | h | d | P | Lmax | Gewicht | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Hiwin Profilschiene MGNR, MGNR05R |
5 | 3,6 | 3,6 | 0,8 | 2,4 | 15 | 225 | 0,15 kg/m |
|
Hiwin Profilschiene MGNR, MGNR07R |
7 | 4,8 | 4,2 | 2,3 | 2,4 | 15 | 585 | 0,22 kg/m |
|
Hiwin Profilschiene MGNR, MGNR09R |
9 | 6,5 | 6 | 3,5 | 3,5 | 20 | 1.180 | 0,38 kg/m |
|
Hiwin Profilschiene MGNR, MGNR12R |
12 | 8 | 6 | 4,5 | 3,5 | 25 | 1.975 | 0,65 kg/m |
|
Hiwin Profilschiene MGNR, MGNR15R |
15 | 10 | 6 | 4,5 | 3,5 | 40 | 1960 | 1,06 kg/m |
Kompatible Produkte
Ein „x" zeigt, zu welcher Variante dieses Produkts das jeweilige Zubehör passt:
Häufig gestellte Fragen
Mitgeliefert werden die Abdeckkappen für die Bohrungen. Die Befestigungsschrauben gehören nicht zum Lieferumfang — ihre Länge ergibt sich aus der Fläche, auf die Sie die Schiene setzen.
Gebraucht wird eine Zylinderschraube mit Innensechskant nach DIN 912 (ISO 4762) je Bohrung. Sie sitzt versenkt in der durchgehenden Bohrung, damit der Wagen über sie hinwegläuft: Eine Schraube, deren Kopf übersteht, zerstört den Wagen beim ersten Verfahren.
Alle Maße dafür stehen in der Maßtabelle auf dieser Seite — Kopfdurchmesser, Durchgang und Senkungstiefe als D, d und h, der Bohrungsabstand als P. Aus dem Bohrungsabstand und Ihrer Schienenlänge ergibt sich, wie viele Schrauben Sie brauchen.
Angezogen wird der Reihe nach, von einem Ende zum anderen und in mehreren Durchgängen — nicht über Kreuz und nicht gleich mit vollem Moment. So legt sich die Schiene fortlaufend an die Fläche an, statt zwischen zwei festen Punkten eine Welle zu bilden.
» Was macht Hiwin Laufwagen so präzise?
Ein Laufwagen läuft nicht auf einer Fläche, sondern auf gehärteten Laufbahnen, die im gotischen Bogen geschliffen sind: Jede Kugel berührt ihre Laufbahn an zwei Punkten statt auf einer Fläche. Über die Kugelreihen verteilt ergeben sich vier Kontaktlinien, die unter 45° zueinander stehen — der Wagen nimmt Lasten von oben, von unten und aus beiden Seitenrichtungen auf und kann in keiner Richtung ausweichen. Das, und nicht die Feinheit einer einzelnen Fläche, ist der Grund für die Führungsgenauigkeit. Dazu kommt, dass die Kugeln rollen statt zu gleiten. Bei einer Gleitführung ist die Kraft zum Losbrechen deutlich höher als die zum Weiterfahren; die Achse ruckt beim Anfahren und trifft kleine Schritte nicht zuverlässig. Beim Kugelumlauf liegen Losbrech- und Verfahrkraft dicht beieinander, deshalb sind auch kleine Zustellungen wiederholbar. Wie genau ein bestimmter Wagen ist, sagen zwei Angaben:
- Die Genauigkeitsklasse legt fest, wie eng Höhe und Seitenmaß über die Schiene hinweg eingehalten werden. Darauf kommt es an, wenn zwei Wagen eine Achse gemeinsam tragen oder wenn später einer getauscht wird, ohne die Achse neu auszurichten. Die Wagen der HG-Baureihen führen wir in der Klasse H (hoch).
- Die Vorspannungsklasse sagt, ob der Wagen mit leichtem Spiel oder spielfrei läuft. Die Wagen der HG-Baureihen führen wir in Z0, also ohne Vorspannung: leichtgängig und für die meisten Anwendungen ausreichend, aber nicht spielfrei. Bei den Miniaturbaureihen gibt es daneben vorgespannte Ausführungen — die Klasse steht dann am Ende der Artikelnummer. Weitere Klassen liefern wir auf Anfrage.
» Aus welchem Material bestehen die Hiwin Laufwagen?
Der tragende Teil eines Laufwagens ist immer gehärteter Stahl. Welcher es ist, hängt von der Baureihe ab, und dieser Unterschied wiegt für Ihre Auswahl schwerer, als er zunächst klingt:
- Die Standardbaureihen HG und EG bestehen aus Wälzlagerstahl. Er ist hart und hoch tragfähig, aber nicht korrosionsbeständig; vor Feuchtigkeit schützt ihn allein der Schmierfilm.
- Die Miniaturbaureihen MGN und MGW bestehen serienmäßig aus korrosionsbeständigem martensitischem Stahl. Sie sind damit von Haus aus für feuchte oder chemisch belastete Umgebungen geeignet — ein Grund, sie auch dort in Betracht zu ziehen, wo die kleine Baugröße gar nicht zwingend wäre.
» Kann man einen Hiwin Laufwagen nachschmieren?
Ja. Jeder Wagen hat dafür eine Schmierstelle, über die Sie den Schmierstoff ergänzen oder erneuern. Planen Sie den Zugang dazu schon in der Konstruktion ein, denn der Anschluss muss auch nach dem Einbau erreichbar bleiben — sonst lässt sich die Führung im laufenden Betrieb nicht mehr versorgen. Schmieren Sie nach, während der Wagen ein Stück verfährt. Nur so verteilt sich der Schmierstoff über alle Kugelreihen. Fett ist im Maschinenbau der Regelfall, Öl die Wahl bei hohen Geschwindigkeiten oder bei Zentralschmierung. Wie oft nachzuschmieren ist, hängt von Last, Geschwindigkeit, Temperatur und Verschmutzung ab und lässt sich nicht allgemein angeben. Sparen Sie dabei aber nicht: Der Schmierstoff trennt Kugel und Laufbahn und verdrängt Feuchtigkeit. Eine trocken laufende Führung verliert zuerst ihre Genauigkeit und dann die Laufbahn — ein Schaden, den kein Nachschmieren mehr behebt. Der eigentliche Verschleißtreiber sind Späne, Schleifstaub und Kühlmittelnebel. Wo sie anfallen, gehört eine Abdeckung über die Schiene; die Dichtlippen am Wagen allein halten sie auf Dauer nicht ab.
» Warum sind diese Kugeln für Profilschienenführungen besonders geeignet?
Die Kugeln ermöglichen eine gleichmäßige Lastaufnahme und minimale Reibung, wodurch ein reproduzierbarer, exakter Lauf erreicht wird. Die enge Toleranz und die hochwertige Oberflächenbearbeitung verhindern unerwünschtes Spiel oder Stick-Slip-Effekte. Dadurch wird die Lebensdauer von Führungssystemen verlängert, und die Präzision der Bewegungen bleibt über die gesamte Einsatzdauer erhalten.
» Wie werden Präzisionsstahlkugeln montiert und gewartet?
Die Montage erfordert saubere Arbeitsbedingungen, geeignete Werkzeuge und eine Prüfung der Kugeln auf Beschädigungen. Laufbahnen sollten gründlich gereinigt werden, und die Handhabung erfolgt idealerweise mit nicht-magnetischen Werkzeugen, um die Oberfläche nicht zu beschädigen. Bei Kugelumlaufeinheiten ist auf die korrekte Anzahl und gleichmäßige Verteilung der Kugeln zu achten, und Montagefett erleichtert die Positionierung sowie den Korrosionsschutz. Die Lebensdauer hängt stark von regelmäßiger Schmierung, den Betriebsbedingungen und der Überwachung auf Geräusche, Temperatur oder Spielzunahme ab.
» Ist ein Laufwagen bei der Profilschiene dabei?
Schiene und Laufwagen sind getrennte Artikel; hier bestellen Sie die Schiene allein. Welche Wagen auf sie passen, steht auf dieser Seite unter „Kompatible Produkte". Die Schiene verkaufen wir im Raster von 100 mm: Eine Einheit ist ein Stück von 100 mm, zehn Einheiten ergeben einen Meter. Geliefert wird ein durchgehendes Stück in der Länge, die Sie uns zur Bestellung nennen — nicht mehrere Abschnitte, die Sie selbst aneinandersetzen. Zwei getrennt abgelängte Stücke passen an der Stoßstelle weder im Laufbahnverlauf noch im Lochbild zueinander. Gebohrt ist die Schiene ab Werk: Der Bohrungsabstand ist fest, der Abstand vom Ende zur ersten Bohrung ergibt sich aus der Länge. Muss eine Bohrung an eine bestimmte Stelle, nennen Sie uns das Maß bitte zusammen mit der Länge. Abdeckkappen für die Bohrungen liefern wir immer mit, bei jeder Baureihe. Sie halten Späne und Staub aus den Senkungen — ohne sie sammelt sich dort, was der Abstreifer des Wagens später über die Laufbahn zieht. Längen über unser Lagerprogramm hinaus, Baugrößen, die hier nicht stehen, und aufeinander abgestimmte Sätze aus Schiene und Wagen liefern wir auf Anfrage.
» Welche Vorteile bietet die Kugellauftechnik?
Kugelumlauftechnik — Kugeln, die zwischen gehärteten Laufbahnen abrollen und im Bauteil zurückgeführt werden — bietet mehrere Vorteile:
- Geringe Reibung: Minimiert Energieverbrauch und Verschleiß
- Hohe Laufruhe: Vibrationsarme Bewegungen auch bei hohen Geschwindigkeiten
- Gleichmäßige Lastverteilung: Durch spezielle Anordnung der Kugellaufbahnen
- Lange Lebensdauer: Dank hochwertiger Materialien und optimierter Konstruktion
» Wie wird ein Hiwin Laufwagen montiert?
Der Wagen sitzt ab Werk auf einer Hilfsschiene aus Kunststoff, oft Dummyschiene genannt, die den Kugelsatz zusammenhält. Schieben Sie ihn niemals ohne diese Hilfe herunter: Die Kugeln fallen dabei heraus, und ohne vollständigen Kugelsatz führt der Wagen nicht mehr. Das ist der häufigste Schaden an neuen Führungen, und er passiert in Sekunden. Gehen Sie deshalb in dieser Reihenfolge vor:
- Verschrauben Sie zuerst die Profilschiene vollständig. Auf einer noch losen oder verspannten Schiene klemmt der Wagen.
- Setzen Sie die Hilfsschiene bis zum Anschlag an die Profilschiene und schieben Sie den Wagen ohne Absatz hinüber.
- Heben Sie die Hilfsschiene auf. Sie brauchen sie bei jedem weiteren Aus- und Einbau wieder.
- Ihre Anbauteile verschrauben Sie anschließend über die Gewindebohrungen am Wagen, bei den Flanschausführungen über die Bohrungen im Flansch.
» Welche Laufwagen passen auf diese Profilschiene?
Es passt der Laufwagen derselben Baureihe und derselben Baugröße: auf eine HGR20 ein HG-Wagen der Größe 20, auf eine MGNR12 ein MGN12, auf eine MGWR12 ein MGW12. Die Baugröße steht in der Bezeichnung und ist auf Schiene und Wagen eingeprägt. Bei der HG-Baureihe teilen sich zwei Bauformen dieselbe Schiene: Der quadratische HGH und der flachere, breitere Flanschwagen HGW derselben Baugröße laufen beide auf der HGR. Sie können die Bauform später wechseln, ohne die Schiene zu tauschen — die Bauhöhe ändert sich dabei allerdings, Ihre Anbauplatte muss das ausgleichen. Die beiden Miniaturbaureihen sind dagegen nicht austauschbar: Die MGWR ist bei gleicher Baugröße die breitere Schiene, und darauf beruht die höhere Momententragfähigkeit der MGW-Wagen. Ein MGN-Wagen passt deshalb nicht auf eine MGWR und umgekehrt. Innerhalb einer Baureihe ist die Schiene dagegen unabhängig von der Wagenlänge und von der Vorspannung — die kurze Ausführung C und die lange H laufen auf derselben Schiene, und die Vorspannung wird über den Durchmesser der Kugeln eingestellt, nicht über die Schiene. Welche Wagen konkret zu dieser Schiene gehören, finden Sie auf dieser Seite unter „Kompatible Produkte". Wagen und Schienen anderer Hersteller passen allenfalls im Einzelfall und sind vorher auf Maß und Toleranzen zu prüfen. Baugrößen über unser Lagerprogramm hinaus liefern wir auf Anfrage.
Produktsicherheit:
HIWIN GmbH
Brücklesbünd 1
77654 Offenburg
Deutschland
Mail: info@hiwin.de